Hallo zusammen, ich verfolge das neue Altersvorsorgedepot mit großem Interesse – speziell für meine Enkel. Bei meinen eigenen Erfahrungen mit der Riester-Rente habe ich gelernt, dass Sicherheitskomponenten wichtig sind. Deshalb frage ich mich jetzt: Macht es Sinn, im neuen AVD 2027 einen Teil in Tagesgeld zu halten als Puffer gegen Kursschwankungen?
Ich verstehe, dass die neuen Garantieprodukte ab 2027 anders funktionieren als alte Lebensversicherungen – mit besseren Überschussbeteiligungen und weniger Gebühren. Aber muss ich deshalb komplett auf sichere Komponenten verzichten? Wenn meine Enkel z.B. mit 25 anfangen und 40 Jahre bis zur Rente haben, könnte doch ein kleines Tagesgeld-Polster helfen, psychologisch nicht in Panik zu verfallen bei Markteinbrüchen?
Wie handhabt ihr das konkret? Ist 5-10% Tagesgeld im AVD 2027 sinnvoll oder eher Verschwendung der Förderung? Und wie rechnet ihr das mit der beitragsproportionalen Förderung? Danke für Inputs!
Guter Point von dir, Heinz! Ich hab mich mit der beitragsproportionalen Förderung ja auch gerade erst auseinandergesetzt (hatte dazu einen Thread zu Fördermodellen gemacht). Wenn ich das richtig verstehe, wird auch Tagesgeld im AVD gefördert – aber die Quote ist die gleiche wie bei ETFs. Das heißt: 5% Tagesgeld bringt dir weniger absolute Förderung als 5% in etwas Renditeträgerem.
Abgesehen davon: Ob 5-10% sinnvoll ist, kommt auch auf dein Risikoprofil an. Mit 40 Jahren Laufzeit könnten deine Enkel eher volatiler fahren. Das Depot selbst ist ja ein Marathon, kein Sprint. Lieber separates Cash halten, würde ich sagen.
Hey Heinz, interessante Frage! Ich bin noch relativ neu dabei, aber mein Gedanke ist: Bei 40 Jahren Laufzeit brauchst du doch nicht so viel Puffer im Depot selbst. Das Tagesgeld nimmt dir ja Platz weg für die Förderung – und die Rendite ist ja derzeit auch überschaubar. Ich würde eher einen separaten Notgroschen (3-6 Monate Lebenshaltung) außerhalb des AVD halten und dann im Depot selbst eher breit gestreut gehen. Aber das ist nur meine Anfängermeinung.