Hey zusammen,
ich bin 26, arbeite als Grafikdesignerin und möchte endlich raus aus der Riester-Falle. Jetzt interessiert mich das neue Altersvorsorgedepot 2027 wirklich, aber ich bin noch unsicher bei den Basics.
Meine Frage: Wenn ich ab Januar 2027 mit einem Sparplan starte – sagen wir 200 Euro monatlich – wie unterscheiden sich Standarddepot und Entnahmeplan in der praktischen Anwendung? Die meisten Online-Rechner zeigen mir nur die Endsumme mit 67, aber nicht, wie ich dann konkret Geld entnehme.
Wichtig für mich: Kann ich in der Simulationsphase schon sehen, wie lange mein Geld reicht, wenn ich z.B. mit 68 anfange zu sparen? Und was passiert, wenn ich zwischen 30 und 35 eine Auszeit brauche?
Welche Tools (Excel, Broker-Rechner, spezielle Seiten) machen das wirklich realistisch ab? Viele Rechner wirken mir zu optimistisch oder zu simpel.
Danke schon mal!
Lisa, da spricht ein echtes Problem an. Ich nutze hier mehrere Tools parallel: Zunächst ein Basis-Excel-Sheet für die Sparphase (mit deinen 200 Euro/Monat, Gehaltssteigerungen, Pausen), dann separat eine Entnahmesimulation ab 67. Bei mir sind es die Kinderzulagen plus Steuerersparnis, die den Sparplan überhaupt attraktiv machen – das bekommt kaum ein Rechner sauber abgebildet. Für die Entnnahmephase: Die BaFin-zertifizierten Anbieter müssen das ab 2027 kalkulieren können. Frag bei deinem späteren Broker nach, ob die dir ein Custom-Modell mit deinen Pausen-Szenarien durchrechnen.
Bin ehrlich skeptisch, ob man das realistisch im Voraus simulieren kann. Zu viele Variablen: Inflation, Jobwechsel, persönliche Situation. Meine Erfahrung mit Riester-Rechnern ist, dass die im Nachhinein eh nie gestimmt haben. Beim Altersvorsorgedepot wäre ich vorsichtig, nicht zu viel in so Excel-Modelle zu investieren. Solides Tagesgeld-Sparen nebenher ist sicherer als auf eine Simulation zu vertrauen.
Gute Frage! Ich versuche ja gerade auch zu verstehen, wie das alles zusammenhängt.
Guter Punkt, Lisa. Gerade bei der Entnnahmephase merkt man, wie anfällig die Pläne gegen Inflation sind. Die meisten Rechner zeigen dir statische Endsummen, ignorieren aber, dass deine monatliche Rente an Kaufkraft verliert, wenn die Inflation weiterläuft. Beim Standarddepot ist das besonders tückisch – die Zertifizierungsanforderungen erlauben ja auch weniger aggressive Strategien. Schau dir mal an, wie deine prognostizierte Rentensumme mit durchschnittlich 2% Inflation aussieht. Das macht einen großen Unterschied.