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Gut verdienend: ETF-Depot vs. betriebliche Altersvorsorge - was rechnet sich?

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S.Hofmann
Beiträge: 31
Themenstarter
(@s-hofmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#12]

Hi zusammen,

bin gerade dabei, meine Altersvorsorge neu zu strukturieren und brauche mal euren Input. Mein Chef schwört auf die betriebliche Altersvorsorge über unseren Anbieter und meint, das sei steuerlich optimal. Ich verdiene aber relativ gut (etwa 85k brutto) und zahle entsprechend hohe Steuern.

Nun überlege ich, ob nicht ein normales ETF-Depot trotz fehlender staatlicher Förderung die bessere Wahl wäre. Klar, bei der bAV spare ich erstmal Steuern und Sozialabgaben, aber später wird ja alles voll versteuert. Beim ETF-Depot zahle ich zwar jetzt aus dem versteuerten Einkommen, aber die Erträge sind günstiger besteuert und ich bin flexibler.

Die Überlegung wird gerade noch dringlicher, weil ich im Urlaub nächsten Monat endlich Zeit hätte, mich richtig reinzufuchsen und eine Entscheidung zu treffen. Aktuell zahle ich 300€ monatlich in die bAV, könnte aber genauso gut 300€ in ETFs investieren.

Wer von euch hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie seht ihr das bei höheren Einkommen - rechnet sich die bAV dann überhaupt noch gegen ein flexibles ETF-Depot?


3 Antworten
Markus91
Beiträge: 6
(@markus91)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Also ich seh das ähnlich wie Nina - Mischung ist der Weg. Hab selbst bei ähnlichem Gehalt beide Schienen gefahren und bin damit gut gefahren.

Ein Punkt der oft übersehen wird: Die Arbeitgeberförderung bei der bAV. Viele Firmen geben noch was dazu, das ist geschenktes Geld. Würde ich auf keinen Fall liegen lassen.

Und noch was: Du sagst du willst dich im Urlaub reinlesen - perfekte Zeit dafür! Kann dir das Buch von Kommer empfehlen, falls du's noch nicht kennst.


Antwort
Thomas77
Beiträge: 28
(@thomas77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen - hatte vor ein paar Jahren eine ähnliche Situation. Bei deinem Einkommen würde ich ganz klar das ETF-Depot bevorzugen. Die bAV hat halt den Haken, dass du später voll versteuern musst UND oft noch Krankenversicherungsbeiträge auf die Rente zahlst.

Beim ETF-Depot zahlst du jetzt zwar mehr Steuern, aber die 26,375% Abgeltungssteuer auf die Erträge sind deutlich günstiger als dein späterer Steuersatz in der Rente. Außerdem bist du flexibel - kannst im Notfall ran, musst nicht bis 62 warten.

Hatte selbst mal einen teuren Vertrag gekündigt und bin voll auf ETFs umgestiegen. Beste Entscheidung ever.

Tipp: Rechne mal durch, was nach 30 Jahren bei beiden Varianten netto rauskommt. Die bAV sieht am Anfang gut aus, aber die Nachteile kommen später.


Antwort
Nina95
Beiträge: 29
(@nina95)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hmm, da bin ich nicht ganz deiner Meinung Thomas. Bei 85k Einkommen ist der Steuervorteil der bAV schon erheblich. Du sparst ca. 42% Steuern plus Sozialabgaben - das sind über 50% Ersparnis!

Klar, später zahlst du Steuern, aber dein Steuersatz in der Rente wird wahrscheinlich niedriger sein. Und die Krankenversicherung ist auch nicht so dramatisch - nur auf den Arbeitgeberanteil.

Ich würde eine Mischung machen: bAV bis zur Höchstgrenze ausschöpfen (wegen der Steuervorteile) und dann zusätzlich noch ETFs besparen. So hast du beides - Steuerersparnis jetzt und Flexibilität.

Gerade wenn du eh schon gut verdienst, kannst du dir doch beides leisten? 300€ bAV + 200€ ETFs zum Beispiel?


Antwort
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