Hallo zusammen, ich plane jetzt die ersten Sparpläne ins neue Altersvorsorgedepot 2027 einzurichten und bin etwas unsicher geworden bei der Depot-Zusammenstellung.
Ich nutze seit 15 Jahren die Kommer-Strategie mit separaten Positionen in Welt, EM und Anleihen – und die läuft bei mir solide. Aber jetzt frage ich mich: Macht es Sinn, das 1:1 ins neue Depot zu übernehmen, oder sollte ich da lieber ein einfaches MSCI-World-Depot fahren?
Die staatliche Förderung ist ja völlig neu, und ich frage mich, ob die Kommerzialisierung von separaten Emerging Markets und Anleihen-ETFs im Depot vielleicht sogar kontraproduktiv ist – gerade wenn ich die Auszahlungsphase später optimieren möchte.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Seid ihr bei euren bewährten Strategien geblieben oder habt ihr für das 2027er Depot umgestellt? Und: Wie sieht das mit der Versteuerung der jeweiligen Komponenten aus?
Das ist eine gute Frage, vor allem weil ich selbst gerade wieder einsteige und diese Strategie-Entscheidung auch vor mir habe. Mein Eindruck: Bei den versteckten Kosten (TER, Spread) lohnt sich das Rebalancing einer Drei-Säulen-Strategie im neuen Depot eher NICHT – einfach weil die Transaktionskosten durch die beitragsproportionale Förderung weniger "gratis" aufgewogen werden als früher. Ich tendiere dazu, zunächst die MSCI-World-Variante zu fahren und dann in der Auszahlungsphase flexibler zu werden. Da habe ich ja mehr Zeit zu schauen, wie die neue Besteuerung konkret greift.