Hallo zusammen,
ich bin jetzt 50 und plane, mit 60 in Rente zu gehen – das gibt mir noch ein Jahrzehnt Zeit für mein Altersvorsorgedepot ab Januar 2027. Meine Riester-Rente läuft noch bis 2026, aber ich möchte die neue Förderung ab 2027 konsequent nutzen, um wirklich bessere Renditen zu erreichen als bisher.
Meine Frage: Wie strukturiere ich mein ETF-Depot in den nächsten 10 Jahren richtig? Soll ich jetzt mit 50 schon anfangen, meinen Aktienanteil schrittweise zu reduzieren – oder ist das für die restliche Laufzeit noch zu früh? Ich höre überall unterschiedliche Meinungen: Die einen sagen, ab 50 mindestens 50% in Anleihen, andere meinen, erst ab 55 oder 58 umschichten.
Worum geht's mir konkret: Ich will nicht zu konservativ werden und dabei Rendite verschenken. Andererseits möchte ich in meinen letzten Arbeitsjahren nicht mehr wild mit Schwankungen leben müssen. Welche ETF-Quote habt ihr euch in diesem Alter selbst aufgebaut? Gibt es ein Schema, das mit der neuen Förderung ab 2027 wirklich funktioniert?
Danke für erfahrene Tipps!
Matthias, da ich selbst im Ruhestand bin, kann ich dir sagen: Mit 50 Jahren brauchst du dich mit Garantieprodukten noch nicht zu befassen – dafür ist der Horizont zu lang. Meine Erfahrung zeigt, dass eine starre Quote wie "50/50 ab 50" oft nicht passt. Wichtiger ist die schrittweise Anpassung nach Volatilitätstoleranz, nicht nach Geburtsjahr. Schau dir mal die Effektivkosten verschiedener Szenarien an – das macht mehr Unterschied als der absolute Aktienanteil. Im neuen Altersvorsorgedepot hast du 2027 bessere Kostenstrukturen als bei Riester, nutze das! Für die restliche Dekade: 70/30 oder 65/35 Aktien/Anleihen ist für dich wahrscheinlich realistischer als zu früh zu konservativ zu werden.