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Sparrate schrittweise hochziehen – wie plant ihr das konkret?

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Max K.
Beiträge: 11
Themenstarter
(@fruehstartmax96)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#101]

Hey zusammen,

ich bin seit ein paar Monaten dabei mich mit dem neuen Altersvorsorgedepot zu beschäftigen, das ja ab Januar 2027 startet. Ich bin Mitte 20, arbeite seit knapp zwei Jahren und hab bisher nur einen kleinen ETF-Sparplan am Laufen – außerhalb des geförderten Depots natürlich, weil es das noch nicht gibt.

Mein eigentliches Problem: Ich würde gerne meine monatliche Sparrate erhöhen, bevor das neue Depot startet, damit ich dann von Anfang an mehr einzahlen kann und die Förderung auch richtig ausnutze. Aber ich weiß nicht so recht wie ich das am schlauesten angehe. Einfach von 100€ auf 200€ hochspringen? Oder langsam steigern?

Ich hab gelesen, dass beim neuen Depot ja eine staatliche Förderung kommt – da will ich natürlich nicht zu wenig einzahlen und Förderung verschenken. Gleichzeitig hab ich diesen Sommer auch noch ein paar Ausgaben (Urlaub geplant, außerdem brauch ich dringend ne Klimaanlage für die Wohnung, der letzte Sommer war echt brutal).

Kann mir jemand erklären wie ihr das mit der Sparraten-Erhöhung konkret plant? Gibt es so was wie eine Faustregel? Und wie viel Puffer sollte man wirklich noch behalten bevor man mehr spart? Ich will nicht zu viel auf einmal und dann wieder zurückdrehen müssen.


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5 Antworten
VorsorgeFuchs28
Beiträge: 30
(@vorsorgefuchs28)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Guter Punkt von Wolfgang52 mit dem Notgroschen – das unterschreib ich. Bevor man die Sparrate hochzieht muss das Fundament stehen.

Aber ich würd trotzdem schon jetzt üben: Stell dir vor, du zahlst schon ins geförderte Depot ein. Was wäre dein Zielbetrag? Dann fang an diesen Betrag schon mal in einen normalen ETF-Sparplan zu stecken – als Simulation sozusagen. So gewöhnst du dich an die höhere Rate und hast gleichzeitig Kapital aufgebaut, bevor das echte Depot startet. Das ist kein Widerspruch zu Wolfgang, sondern eine Ergänzung.

Zur Faustregel: Die meisten Finanzratgeber empfehlen 10-20% vom Netto zu sparen, aber das ist halt sehr individuell. Mit 25 und stabilem Job würd ich eher in Richtung 15% tendieren wenn es irgendwie geht. Den Rest – Urlaub, Klimaanlage – separat einplanen.


Antwort
L.Weber38
Beiträge: 23
(@l-weber38)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich seh das ein bisschen anders als Depot-Pro28. Die Stufenmethode klingt nett, aber ehrlich gesagt: wenn man die Erhöhung immer auf später verschiebt, macht mans oft gar nicht. Ich hab in meinem Ausbildungsjahr schon angefangen zu sparen – auch mit wenig – und da war der einzige Trick einfach: direkt am Anfang des Monats abbuchen lassen, bevor man das Geld sieht.

Das mit dem Urlaub und der Klimaanlage diesen Sommer ist verständlich, aber das sind einmalige Ausgaben. Trenn das sauber von der dauerhaften Sparrate. Für solche Sommersachen lieber kurz den Puffer anrühren oder konkret sparen – aber die monatliche Rate nicht deswegen niedrig halten.

Und zum Förderthema: ich würd nicht zu viel Zeit damit verschwenden jetzt schon auf den exakten Förderbetrag ab 2027 zu optimieren. Erstmal überhaupt eine stabile Sparroutine aufbauen, der Rest kommt dann.


Antwort
Wolfgang52
Beiträge: 21
(@wolfgang52)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Also ich bin ehrlich gesagt ein bisschen skeptisch gegenüber dem ganzen "ich optimiere jetzt schon für ein Depot das noch gar nicht existiert". Das Produkt startet erst 2027, die genauen Konditionen können sich bis dahin noch ändern oder zumindest in der Umsetzung Überraschungen bereithalten.

Ich hab diesen Sommer selbst gerade andere Prioritäten – Liquiditätspuffer war bei mir auch Thema, hab da drüber einen eigenen Thread aufgemacht. Klimaanlage und Urlaub kostet halt wirklich was, das unterschätzt man gern.

Meine Meinung: erstmal den Notgroschen auf 3 Nettomonatsgehälter bringen, dann erhöhen. Alles andere ist voreilig. Die Sparrate kannst du Anfang 2027 immer noch anpassen wenn das Depot wirklich läuft.


Antwort
Heinrich67
Beiträge: 16
(@heinrich67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich les hier mit und finde den Thread interessant. Als jemand der schon länger dabei ist: die Stufenmethode die Depot-Pro28 beschreibt funktioniert wirklich. Ich hab das selbst so gemacht, allerdings damals noch mit anderen Produkten.

Was ich nach vielen Jahren sagen kann: Die Höhe der Sparrate war am Ende wichtiger als die Wahl des ETFs. Wer früh anfängt und konsequent steigert hat nach 30 Jahren deutlich mehr als jemand der auf den perfekten Einstieg gewartet hat.

Das mit dem Wechsel von älteren Produkten zum neuen Depot hab ich übrigens im Riester-Thread diskutiert – da stellen sich auch Fragen zur Übertragung. Für dich als Jungen ist das noch kein Thema, aber der Punkt bleibt: fang jetzt an, erhöhe schrittweise, und lass dich nicht von Sommerprojekten dauerhaft abbringen.


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