Thesaurierend oder ...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Thesaurierend oder ausschüttend: Was lohnt sich?

2 Beiträge
2 Benutzer
22 Reactions
80 Ansichten
Martin K.
Beiträge: 5
Themenstarter
(@martin-keller)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#359]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, meine Strategie für das Gefördertes Altersvorsorgedepot 2027 zu konkretisieren. Eine Frage beschäftigt mich intensiv: Soll ich thesaurierende oder ausschüttende ETFs nutzen?

Mein Hintergrund: Ich bin 35, IT-Projektmanager, habe eine betriebliche Altersversorgung über meinen Arbeitgeber und möchte das neue Depot als zusätzliche Säule strukturiert aufbauen. Ich plane, ab Januar 2027 mit einem regelmäßigen Sparplan zu starten – voraussichtlich 500–800 Euro monatlich.

Meine Überlegung: Thesaurierende ETFs sollten wegen des Zinseszinseffekts langfristig besser laufen. Aber ich frage mich, ob die Steuerförderung des neuen Depots (beitragsproportionale Förderung) nicht anders wirkt, wenn Ausschüttungen im Spiel sind. Gibt es da Unterschiede bei der Anerkennung durch die ZfA?

Wie strukturiert ihr das? Setzt ihr auf eine reine Thesauriererstrategie, oder macht ihr Mix je nach Volatilität der einzelnen Positionen? Freue mich über eure Erfahrungen und konkrete Zahlenbeispiele.

Danke!


1 Antwort
Sabine B.
Beiträge: 29
(@s-brinkmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hallo Martin,

gute Frage – auch ich habe mich damit länger auseinandergesetzt, bevor ich wieder neu anfange.

Steuerlich ist das relativ klar: Thesaurierer sind im Altersvorsorgedepot 2027 deutlich effizienter, weil die Ausschüttungsbesteuerung entfällt. Du zahlst bis zur Auszahlung nichts, egal wie viel Gewinn reinvestiert wird. Das ist besonders in den ersten Jahren wertvoll – jeder Cent bleibt im Depot und arbeitet mit.

Bei der beitragsproportionalen Förderung ändert sich da nichts: Du brauchst nur die Beiträge nachzuweisen, nicht die Ausschüttungen. Ob dein ETF thesauriert oder nicht, ist für die ZfA irrelevant.

Aber – und das ist wichtig: Nach einer längeren Auszeit wie bei mir kann es sinnvoll sein, mit ausschüttenden ETFs zu starten, um ein Gefühl für die Cashflows zu bekommen. Psychologisch hilft das manchmal beim Durchhalten. Ich persönlich werde mit Mischling starten und ab Jahr 2 Richtung Thesaurierer gehen.

Meine Empfehlung: Bleib konsistent. Wähle einen Weg und halte dran – die Effizienzunterschiede sind langfristig größer als die Psychologie.


Antwort
Teilen: