Hallo zusammen,
bin gerade dabei mir Gedanken über meine Altersvorsorge zu machen und schwanke zwischen dem neuen Altersvorsorgedepot 2027 und einer Immobilie. Verdiene aktuell 3.200€ brutto, bin 32 Jahre alt und ledig.
Eigentlich finde ich die Idee einer eigenen Immobilie zur Altersvorsorge sehr reizvoll - keine Miete im Alter zahlen zu müssen klingt schon verlockend. Aber bei den aktuellen Preisen und Zinsen frage ich mich, ob das bei meinem Einkommen überhaupt realistisch ist.
Habe mal grob überschlagen: Nach Steuern bleiben mir etwa 2.100€ netto. Davon gehen schon mal 800€ für Miete weg, dann noch Lebenshaltungskosten... Da bleibt nicht mehr so wahnsinnig viel übrig für eine Finanzierung.
Klar, die Sommermonate sind immer teurer wegen Urlaub und so, aber selbst wenn ich sparsam lebe, könnte ich vielleicht 600-700€ monatlich für eine Finanzierung aufbringen. Reicht das denn überhaupt für was Vernünftiges?
Oder sollte ich lieber das neue Altersvorsorgedepot nehmen und die Förderung mitnehmen? Da bekomme ich ja auch die Zulagen und kann trotzdem flexibel bleiben.
Wie seht ihr das? Hat jemand Erfahrung mit Immobilienfinanzierung in dieser Einkommensklasse?
Sehe ich anders als Werner-Kohl. Mit 3.200€ brutto ist eine Finanzierung durchaus machbar, kommt halt auf die Region an. In kleineren Städten bekommst du noch bezahlbare Objekte.
Wichtig ist eine solide Kalkulation: Rate + Nebenkosten sollten nicht über deine jetzige Miete + Ansparrate liegen. Du sparst dir ja auch die Miete.
Allerdings solltest du wirklich Eigenkapital haben. Vollfinanzierungen sind bei dem Einkommen riskant. Vielleicht erstmal weiter sparen und in 2-3 Jahren nochmal schauen?
Das ist eine sehr individuelle Entscheidung. Aus finanzieller Sicht würde ich dir raten, beide Varianten durchzurechnen.
Bei einer Immobilie hast du neben der reinen Finanzierung noch viele versteckte Kosten: Hausgeld, Reparaturrücklage, Modernisierungskosten. Gerade im Sommer merkst du das - Klimaanlage, neue Fenster wegen Hitze, Balkon sanieren... Das summiert sich schnell.
Das Altersvorsorgedepot 2027 hat dagegen den Vorteil der staatlichen Förderung und niedrigen Kosten. Bei deinem Einkommen würdest du ordentlich Zulagen bekommen.
Mein Rat: Lass dir von einem unabhängigen Berater beide Szenarien vorrechnen. Dann siehst du schwarz auf weiß, was für dich besser ist.
Bei 3.200€ brutto würde ich ehrlich gesagt eher skeptisch sein. Die Banken rechnen meist mit max. 40% des Nettoeinkommens für die Rate - das wären bei dir etwa 840€. Klingt erstmal ok, aber da kommen ja noch Nebenkosten, Reparaturen, Instandhaltung dazu.
Außerdem brauchst du Eigenkapital - mindestens 20% vom Kaufpreis plus Nebenkosten. Bei ner 300k Wohnung sind das schnell mal 80-90k€. Hast du das?
Mein Tipp: Schau dir erstmal das neue Altersvorsorgedepot an. Da kriegst du staatliche Förderung, bist flexibel und musst nicht 30 Jahre lang ne Immobilie abbezahlen. Bei deinem Einkommen könntest du die vollen Zulagen mitnehmen.