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Wieso Immobilien für Altersvorsorge wenn ETFs mehr Rendite bringen?

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L.Weber
Beiträge: 14
Themenstarter
(@l-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#10]

Moin zusammen,

irgendwie verstehe ich den Hype um Immobilien als Altersvorsorge nicht so richtig. Überall lese ich, dass Immobilien das Non-Plus-Ultra für die Rente sind. Aber rechne ich mal durch:

Meine Nachbarn haben eine ETW für 320k gekauft, bekommen 950€ Miete. Abzüglich Hausgeld (180€), Instandhaltungsrücklage (80€), Verwaltung (60€), Steuern und gelegentliche Reparaturen bleibt am Ende vielleicht 2-2,5% Rendite übrig. Dazu kommt noch das Klumpenrisiko und der ganze Stress mit Mietern.

Mit dem MSCI World hab ich die letzten Jahre deutlich über 7% gemacht (ok, war auch gute Zeit). Selbst langfristig sollten 5-6% drin sein. Beim neuen Altersvorsorgedepot 2027 kann ich das sogar staatlich gefördert machen.

Was übersehe ich? Inflation? Aber die wirkt doch auch bei ETFs. Oder geht es nur um die gefühlte Sicherheit von Beton? Will niemanden angreifen, verstehe es nur wirklich nicht.

Bin gerade dabei meine Altersvorsorge zu planen (werde 35 nächstes Jahr) und schwanke zwischen ETW-Kauf oder einfach mehr ins Depot. Was meint ihr?

Gruß
L.Weber


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3 Antworten
S.Bergmann
Beiträge: 27
(@s-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Da muss ich aber widersprechen. Ihre Rechnung greift zu kurz, L.Weber.

Erstens: Sie vergessen die Wertsteigerung der Immobilie selbst. Zweitens: Der Leverage-Effekt bei Fremdfinanzierung kann die Eigenkapitalrendite deutlich steigern. Drittens: Mieteinnahmen steigen in der Regel mit der Inflation mit.

ETFs sind volatil und können auch mal 20-30% fallen. Bei einer vermieteten Immobilie haben Sie dagegen konstante Cashflows. Die Sicherheitsaspekte sind schon wichtig für die Altersvorsorge.

Diversifikation ist trotzdem richtig - ich würde beides kombinieren. 60% Immobilie, 40% Altersvorsorgedepot oder so.


Antwort
ETFSparplan47
Beiträge: 27
(@etfsparplan47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Also ich sehe das genau wie du! Diese ganze Immobilien-Romantik versteh ich auch nicht. Klar, früher bei 1% Zinsen und stetig steigenden Preisen war das anders. Aber heute?

Ich hatte selbst mal überlegt eine ETW zu kaufen, hab dann aber gerechnet und bin beim Altersvorsorgedepot gelandet. Weniger Stress, mehr Diversifikation und ehrlich gesagt auch mehr Zeit für andere Dinge. Bei der aktuellen Hitze will ich nicht noch zusätzlich Stress wegen defekter Klimaanlagen oder ähnlichem.

Der psychologische Aspekt ist aber nicht von der Hand zu weisen - viele Leute fühlen sich einfach besser wenn sie was "anfassen" können.


Antwort
LisaK
Beiträge: 29
(@lisak)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich glaub, ihr habt beide recht - je nach Situation.

@S.Bergmann: Leverage funktioniert nur bei niedrigen Zinsen gut. Bei 4%+ wird's eng mit der Rendite.

Bei mir war's so: Hab 2019 eine kleine ETW gekauft (damals noch günstig) und parallel ETF-Sparplan. Die Immobilie läuft ok, aber der Aufwand ist schon da. Letzte Woche erst Probleme mit der Klimaanlage bei dem Wetter...

Wenn ich heute nochmal entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich mehr auf ETFs setzen. Das neue Altersvorsorgedepot macht's ja noch attraktiver mit den Zulagen. Aber pauschal schlecht sind Immobilien auch nicht.


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