Hallo zusammen,
ich plane ab nächstem Jahr mit dem Altersvorsorgedepot zu starten und überlege gerade, welcher Broker der richtige ist. Jetzt hab ich mir aber Gedanken gemacht: Was passiert eigentlich, wenn der Broker pleite geht? Sind die ETFs dann weg oder wie ist das geregelt? Und was ist, wenn ich in 10-15 Jahren beruflich ins Ausland ziehe - kann ich das Depot dann weiterführen oder muss ich alles verkaufen?
Bei meinem alten Riester-Vertrag war das ja alles sehr starr geregelt, aber bei ETFs kenne ich mich noch nicht so gut aus. Ich möchte nicht das Risiko eingehen, dass nach Jahren des Sparens plötzlich alles weg ist.
Hat jemand Erfahrungen damit oder weiß, wie die rechtlichen Regelungen aussehen? Gerade jetzt wo ich meine Finanzen für die nächsten Jahre plane (nutze die ruhige Zeit im Frühling dafür), möchte ich alle Risiken verstehen.
Danke schon mal für eure Hilfe!
Bei Broker-Insolvenz bist du ziemlich gut geschützt. ETFs sind Sondervermögen und gehören dir, nicht dem Broker. Das heißt, selbst wenn der Broker pleite geht, können die Anteile auf einen anderen Broker übertragen werden. Das ist gesetzlich so geregelt.
Beim Umzug ins Ausland wird's etwas komplizierter. Grundsätzlich kannst du das Altersvorsorgedepot nur führen, solange du in Deutschland steuerpflichtig bist. Ziehst du dauerhaft weg, musst du es meist kündigen oder ruhen lassen. Die Förderung geht dann verloren und du musst Zulagen zurückzahlen. Manche Broker haben aber auch Auslandsdepots - am besten fragst du direkt beim Anbieter nach den Regelungen.
Kurz und knapp: ETFs sind sicher verwahrt, Broker-Pleite ist kein Problem. Bei Auslandswohnsitz wird's schwierig mit der Förderung.
Das Thema Broker-Pleite kam mir nach der Fairr-Insolvenz auch in den Sinn. Wie S.Bergmann schreibt, sind ETFs als Sondervermögen geschützt - das ist ein großer Vorteil gegenüber klassischen Versicherungsprodukten.
Beim Auslandsthema würde ich aber nochmal genauer hinschauen. Innerhalb der EU gibt's teilweise Übergangsregelungen, bei denen du das Depot eine Zeit lang weiterführen kannst. Aber du hast recht - langfristig ist das problematisch. Mein Tipp: Nimm einen großen, stabilen Broker und lass dir die Auslandsregelungen schriftlich geben.