Seite wählen

Haus vom Vater geer...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Haus vom Vater geerbt - Einkommensteuer bei Verkauf für Altersvorsorge?

5 Beiträge
5 Benutzer
0 Reactions
3 Ansichten
ClaudiaH
Beiträge: 19
Themenstarter
(@claudiah)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#60]

Hallo zusammen,

mein Vater ist leider im April verstorben und ich hab sein Einfamilienhaus geerbt (Verkehrswert ca. 450.000€). Das Haus steht seit 20 Jahren leer, er hatte es nur für die Rente behalten. Jetzt bin ich am überlegen ob ich es verkaufen soll um das Geld in das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 zu stecken.

Meine Steuerberaterin meinte was von "10-Jahres-Frist" und dass ich möglicherweise Spekulationssteuer zahlen muss? Das versteh ich nicht ganz - ich hab das Haus doch geerbt und nicht gekauft. Außerdem frag ich mich ob der Verkaufserlös dann als "Einkommen" gilt wenn ich ihn ins Altersvorsorgedepot einzahle - das würde ja die Zulagenberechnung völlig durcheinander bringen.

Der Sommer wär eigentlich perfekt um zu verkaufen, die Nachfrage ist grade gut. Aber ich will nicht in eine Steuerfalle tappen. Hat jemand Erfahrung mit sowas? Ich bin 43 und verdiene normal um die 3.800€ brutto.

Danke für eure Hilfe!
Claudia


4 Antworten
Stefan_78
Beiträge: 7
(@stefan_78)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Moment, ich glaub da ist LisaK ein Fehler unterlaufen. Die 10-Jahres-Frist beginnt tatsächlich neu bei der Erbschaft, nicht beim ursprünglichen Kauf. Das hab ich erst letztens bei meinen Eltern durchgekaut weil die auch ne vermietete Wohnung haben.

Außerdem: 450k auf einmal ins Altersvorsorgedepot? Die Höchstbeiträge liegen doch deutlich niedriger. Du kannst nicht einfach alles auf einmal reinbuttern. Glaub die Grenze liegt bei 2.500€ plus Zulagen pro Jahr, oder irre ich mich da?

Verkaufen im Sommer ist aber definitiv ne gute Idee, die Preise sind grade noch stabil.


Antwort
S.Bergmann89
Beiträge: 29
(@s-bergmann89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Also ich kenn mich mit Erbschaftsrecht nicht so aus, aber Stefan_78 hat recht mit den Beitragsgrenzen. Wie ich hier schon mal geschrieben hab, sind die Limits ziemlich niedrig.

Aber mal ne andere Frage: Warum nicht das Haus erstmal vermieten? 450k Immobilie bringt bestimmt 1.200-1.500€ Miete im Monat. Das sind über 15.000€ im Jahr, davon könntest du locker dein Altersvorsorgedepot maximal befüllen und hättest trotzdem noch was übrig. Verkaufen kannst du immer noch später wenn du das Geld brauchst.


Antwort
LisaK
Beiträge: 29
(@lisak)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi Claudia,

das ist tatsächlich kompliziert. Bei geerbten Immobilien gilt die 10-Jahres-Frist ab dem ursprünglichen Kaufdatum deines Vaters, nicht ab der Erbschaft. Wenn er das Haus vor mehr als 10 Jahren gekauft hat, fällt keine Spekulationssteuer an. War's weniger als 10 Jahre, musst du bei Verkauf Einkommensteuer auf den Gewinn zahlen.

Beim Altersvorsorgedepot zählt aber nur dein laufendes Arbeitseinkommen für die Zulagen, nicht einmalige Verkaufserlöse. Du kannst also theoretisch den kompletten Erlös einzahlen und bekommst trotzdem deine normale Zulage basierend auf deinem Gehalt. Das wär sogar ziemlich schlau, weil du dann ordentlich Steuern sparst.

Aber lass das unbedingt nochmal von einem Steuerberater durchrechnen, der sich mit dem neuen Altersvorsorgerecht auskennt. Die Details sind echt verzwickt.


Antwort
Heinrich_1952
Beiträge: 18
(@heinrich_1952)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Junge Leute, junge Leute... immer gleich alles verkaufen und in neue Produkte stecken.

Claudia, ich rate zur Vorsicht. Das Altersvorsorgedepot gibt's noch gar nicht, da sind viele Details noch ungeklärt. Ein abbezahltes Haus ist dagegen eine solide Sache, die schon Generationen bewährt hat.

Wie ich neulich geschrieben hab, sammle ich schon Unterlagen für 2027, aber ich würde nie ein Haus dafür verkaufen. Die 10-Jahres-Frist läuft übrigens weiter ab dem ursprünglichen Kaufdatum, da hat LisaK recht. Lass dir von einem erfahrenen Steuerberater helfen und nicht von jungen Kollegen die alles in ETFs stecken wollen.


Antwort
Teilen: