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Immobilienbewertung selbst durchführen - welche Tools helfen?

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VorsorgeNeuling
Beiträge: 19
Themenstarter
(@vorsorgeneuling)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#32]

Hi zusammen,

wollte mal fragen ob hier jemand Erfahrungen mit Immobilienbewertung hat? Ich hab von meiner Oma ein kleines Reihenhaus geerbt und überlege ob ich es verkaufe und das Geld ins neue Altersvorsorgedepot ab 2027 stecke oder ob ich es behalte.

Das Problem: Ich hab keine Ahnung was das Ding wert ist. Der Makler will natürlich gleich einen Exklusivvertrag aber ich würde gerne erstmal selbst eine grobe Einschätzung machen.

Gibt es da vernünftige Online-Tools oder Apps die halbwegs realistische Werte ausspucken? Hab schon mal bei Immobilienscout geschaut aber die Vergleichsobjekte sind alle ziemlich unterschiedlich.

Das Haus ist Baujahr 1968, ca. 100qm Wohnfläche, kleiner Garten, liegt in einer kleineren Stadt in NRW (nicht Düsseldorf oder Köln). Renovierungsstau ist definitiv da - grade bei der Hitze merkt man dass keine Dämmung drin ist 😅

Würde mich über eure Tipps freuen! Will einfach eine Hausnummer haben bevor ich mit Maklern rede.


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3 Antworten
RentenPro67
Beiträge: 17
(@rentenpro67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ich kann dir ein paar Ansätze empfehlen, die ich selbst schon genutzt habe. Erstens: Immowelt und Immobilienscout haben zwar Preistools, aber die sind oft ungenau. Besser ist der Bodenrichtwert vom jeweiligen Gutachterausschuss - den findest du meist auf der Website deiner Stadt oder des Kreises. Das gibt dir schon mal eine Basis.

Für eine detailliertere Bewertung schau dir das Sachwertverfahren an: Bodenwert + Gebäudewert minus Abschreibung für das Alter. Bei einem 68er Haus musst du ordentlich abziehen, vor allem wenn Sanierungsstau da ist. Dämmung, Heizung, Fenster - das kostet alles.

Tipp: Geh mal durch die Nachbarschaft und schau was ähnliche Häuser kosten. Nicht die Inseratspreise, sondern was tatsächlich verkauft wurde. Die Kaufpreissammlung vom Gutachterausschuss ist Gold wert, kostet aber meist 20-50 Euro.

Bei der aktuellen Marktsituation würde ich ehrlich gesagt eher zum Verkauf tendieren und das Geld diversifiziert anlegen.


Antwort
Werner78
Beiträge: 17
(@werner78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Also ich würd die kostenlosen Tools nicht überbewerten. Die rechnen meist nur mit Durchschnittswerten und berücksichtigen den Zustand gar nicht.

Was mir geholfen hat: Einfach mal 2-3 örtliche Makler anrufen und um eine kostenlose Ersteinschätzung bitten. Die machen das oft auch ohne Vertrag wenn sie Interesse an dem Objekt haben. So kriegst du mehrere Meinungen und kannst vergleichen.


Antwort
LaraKoch
Beiträge: 6
(@larakoch)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hey! Kann Werner nur zustimmen - die Online-Tools sind wirklich mit Vorsicht zu genießen. Ich hatte letztes Jahr eine ähnliche Situation mit einer geerbten ETW.

Was richtig hilfreich war: Die örtlichen Zeitungen durchforsten nach Verkaufsanzeigen und dann bei den Maklern anrufen und fragen was das Objekt tatsächlich verkauft wurde. Viele geben das raus wenn man nett fragt.

Und noch ein Tipp für den Sommer: Wenn du das Haus besichtigst, mach das an einem heißen Tag wie heute. Dann merkst du sofort wo die Schwachstellen sind - schlechte Dämmung, überhitzte Räume, etc. Das hilft bei der realistischen Bewertung des Sanierungsaufwands.

Für die Entscheidung verkaufen vs. behalten: Hier hatte ich schon mal über nachhaltige Anlagen geschrieben - diversifizierte Anlage ist meiner Meinung nach entspannter als sich um Mieter zu kümmern.


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