Hi zusammen,
mir geht schon länger die Frage durch den Kopf: Was passiert eigentlich mit russischen Gasunternehmen wie Gazprom in unserem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027? Klar, aktuell sind die wegen der Sanktionen praktisch unhandelbar, aber irgendwann normalisiert sich das ja wieder, oder?
Gas wird doch langfristig gebraucht - auch wenn wir auf Erneuerbare setzen. Gerade im Winter brauchen wir immer noch Gas für die Heizung und Industrie. Und wenn sich die politische Lage entspannt, könnten die Kurse doch wieder anziehen?
Andererseits ist das natürlich ein Riesenrisiko. Wer weiß, ob die EU-Sanktionen überhaupt aufgehoben werden. Und selbst wenn - die ganze Abhängigkeitsdiskussion hat ja gezeigt, dass Europa weg von russischem Gas will.
Was denkt ihr? Sollte man russische Gasaktien komplett meiden im Altersvorsorgedepot? Oder könnte das eine Contrarian-Chance sein für mutige Anleger? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, die ab 2027 zu kaufen?
Bin gespannt auf eure Meinungen!
Moin VorsorgeFuchs28,
als Selbständiger beschäftige ich mich ja auch viel mit den neuen Regelungen. Aber ehrlich gesagt würde ich die Finger von russischen Gasaktien lassen - zumindest für die Altersvorsorge.
Erstens ist völlig unklar, ob und wann diese Titel überhaupt wieder handelbar werden. Die Sanktionen können noch Jahre dauern. Zweitens hat Europa strategisch entschieden, unabhängiger von russischem Gas zu werden - das wird auch nach einem eventuellen Friedensschluss so bleiben.
Für das Altersvorsorgedepot würde ich eher auf internationale Energiekonzerne setzen, die diversifiziert sind. Shell, TotalEnergies oder auch norwegische Equinor haben alle Gassparten, sind aber nicht so politisch riskant.
Wenn du unbedingt auf Gas setzen willst, dann lieber über breit gestreute Energie-ETFs. Da hast du weniger Klumpenrisiko.
Gazprom ist doch politisches Risiko pur. Lass die Finger davon für die Rente!