Hi zusammen, ich bin noch relativ neu in der Altersvorsorge-Planung. Nach 15 Jahren als Selbstständiger bin ich jetzt wieder angestellt und möchte meine alte Riester-Rente endlich loswerden. Aber vorher habe ich noch eine grundsätzliche Frage zu den Zwischenlösungen: Viele hier im Forum schwören ja aufs Tagesgeld-Hopping zwischen verschiedenen Banken, um immer die besten Zinsen zu erwischen. Ich verstehe aber ehrlich gesagt nicht, warum das sinnvoll sein soll, wenn man ohnehin ab Januar 2027 ins neue Altersvorsorgedepot wechselt. Kostet das ganze Hin- und Hergeschoße nicht mehr Zeit und Nerven als es bringt? Und was ist mit der Einlagensicherung – muss ich da mit mehreren Konten rechnen? Ich würde gerne verstehen, ob ich mein Riester-Geld bis zur Migration beim ZfA-Verfahren auf einem normalen Tagesgeldkonto einfach liegen lasse oder ob ich aktiv rumwechseln sollte.
Moin Frank, guter Ansatz, das zu hinterfragen. Ich bin seit 25 Jahren selbstständig im Handwerk und hab mir das mit dem Hopping auch lange überlegt. Die ehrliche Antwort: Für Beträge unter 50–100k lohnt sich der Aufwand einfach nicht. Die Zinsdifferenzen zwischen den Top-Anbietern betragen derzeit 0,1–0,3% im Jahr – das sind bei 30k vielleicht 30–90 Euro brutto. Wenn du dafür 5–6 Stunden recherchierst, Konten eröffnest und Geld hin- und herschiebst, machst du suboptimal. Meine Strategie: Ein sauberes Tagesgeldkonto bei einer zuverlässigen Bank (ich nutze hier einfach meine Hausbank), Geld rein, und ab Januar 2027 dann zum ZfA-Verfahren für deinen Riester-Übertrag. Die Einlagensicherung deckt bis 100k pro Kontoinhaber pro Bank – ein Konto reicht völlig. Mach dir lieber Gedanken, wie du deinen Riester-Übertrag technisch sauber hinbekommst. Das ist komplizierter als Zinshopping.