Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, wie ich meine Ersparnisse bis Januar 2027 positioniere – und ob Tagesgeld wirklich noch Sinn macht aus einer Inflationsschutz-Perspektive.
Aktuell liegen die Tagesgeldzinsen ja bei gut 3-3,5%, aber die Inflation dümpelt immer noch über 2% rum. Das heißt real verdiene ich maximal 1-1,5% pro Jahr. Gleichzeitig habe ich in den letzten Jahren mit verschiedenen Anbietern experimentiert: ING, Flatex, Scalable – und gemerkt, dass die Renditeunterschiede teilweise unter 0,2% liegen. Der Wechsel-Aufwand ist ehrlich größer als der Gewinn.
Meine konkrete Frage: Lohnt sich das Parkieren von 15-20k auf Tagesgeld noch bis 2027, wenn ich die als spätere Rücklagen im AVD verwenden will? Oder sollte ich das direkt in ETFs gehen, auch wenn die volatiler sind?
Interessiert mich vor allem der praktische Erfahrungsaustausch – nicht die Theorie. Wie macht ihr das konkret in dieser Phase?
Matthias, das ist eine berechtigte Skepsis. Ich teste grad selbst die verschiedenen Broker-Plattformen durch und habe gemerkt: Real sitzt du mit 1-1,5% am unteren Ende der Inflation fest. Das Problem ist weniger das Tagesgeld selbst, sondern dass die EZB die Sätze wahrscheinlich eher senkt als hebt in den nächsten Monaten.
Meine Strategie für so einen Puffer: 5-10k auf Tagesgeld, der Rest in einen gemischten ETF-Sparplan (70/30 Aktien/Anleihen). Ja, die Volatilität ist da, aber über ein Jahr horizon reichen schon kleine Renditezuwächse, um den psychologischen Effekt zu vielleicht zweiten Gedanken. Beim AVD ab 2027 brauchst du eh nicht alles auf einmal rein – das ist ja das Schöne. Ich parke die Rücklagen parallel und fahre flexibel rein. Anbieterwechsel würde ich dir sparen – der Aufwand stimmt, ist aber psychologisch eher ein Placebo.