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Hybride Index-Policen: Marketing-Blase oder echte Innovation?

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Werner78
Beiträge: 17
Themenstarter
(@werner78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#9]

Hallo zusammen,

siehe gerade überall Werbung für hybride Index-Policen - die sollen angeblich die Vorteile von ETFs mit der Sicherheit klassischer Versicherungen kombinieren. Klingt erstmal verlockend, aber ich bin skeptisch.

Die Berater versprechen:
- Partizipation an Indexentwicklung ohne Verlustrisiko
- 100% Kapitalschutz durch Garantie
- Steuervorteile wie bei klassischen Policen
- Flexibilität bei Ein- und Auszahlungen

Aber irgendwo muss der Haken sein, oder? Bei meiner Hausbank wurde mir so ein Produkt für die Überbrückung bis zum neuen Altersvorsorgedepot 2027 angeboten. Sitze gerade bei der Hitze im Büro und grübel drüber nach, bevor ich in den Urlaub fahre.

Kann mir jemand erklären, wie diese Index-Policen wirklich funktionieren? Sind die Kosten versteckt hoch? Und wie realistisch ist die beworbene Rendite?

Bin für jeden Erfahrungsbericht dankbar!

Gruß
Werner


3 Antworten
W.Hartmann
Beiträge: 34
(@w-hartmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Moin Werner,

die Index-Policen sind tatsächlich ein interessantes Konzept, aber mit deutlichen Einschränkungen. Die Garantie kostet Rendite - das ist der Grundsatz.

Typisch läuft es so: Du bekommst nur einen Teil der positiven Indexentwicklung (oft 70-90%), dafür aber null Verlust bei negativen Jahren. Die Versicherung kauft mit deinem Geld sichere Anleihen für die Garantie und Options-Strategien für die Indexpartizipation.

Problem: Die Kosten sind oft deutlich höher als bei reinen ETFs. Verwaltungskosten, Optionskosten, Versicherungsmantel - das summiert sich. Wie ich schon hier mal geschrieben hatte, sollte man die Gesamtkosten genau prüfen.

Für konservative Anleger mit langen Laufzeiten kann's passen, aber meist fährst du mit ETF + Tagesgeld besser.


Antwort
Markus91
Beiträge: 6
(@markus91)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Seh ich kritisch, ehrlich gesagt. Die Marketing-Maschinerie läuft auf Hochtouren, aber rechne mal durch: Wenn du nur 80% der positiven Performance bekommst und die Kosten bei 1,5-2% liegen, bleibt nicht viel übrig.

Hab letztens ein Produktinformationsblatt gesehen - bei 20 Jahren Laufzeit waren die Renditeszenarien ernüchternd. Da wär ein simpler MSCI World ETF besser gewesen, selbst mit ein paar schlechten Jahren dazwischen.


Antwort
L.Weber38
Beiträge: 23
(@l-weber38)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Da muss ich aber widersprechen. Kommt sehr auf die individuelle Situation an. Meine Kundin (bin Versicherungsmaklerin) hat so eine Index-Police und ist zufrieden - gerade weil sie nachts ruhig schlafen kann.

Wichtig ist die richtige Produktwahl. Es gibt große Unterschiede bei den Partizipationsraten, Cap-Grenzen und Kosten. Manche Anbieter haben auch mehrere Indizes zur Auswahl.

Für jemanden kurz vor der Rente oder mit hoher Risikoaversion kann das durchaus Sinn machen. Gerade wenn man bedenkt, dass der Insolvenzschutz bei Versicherungen anders geregelt ist als bei ETFs.


Antwort
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