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Nettotarife bei Rentenversicherung wirklich günstiger als über Vermittler?

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Gerhard_1951
Beiträge: 53
Themenstarter
(@gerhard_1951)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#5]

Liebe Forumsmitglieder,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit dem Abschluss einer privaten Rentenversicherung als Ergänzung zu meinem Altersvorsorgedepot 2027. Dabei bin ich auf das Thema Netto- vs. Bruttotarife gestoßen.

Mein Versicherungsvertreter hat mir einen Bruttotarif angeboten und behauptet, dass die Beratungsleistung den Aufschlag rechtfertigt. Gleichzeitig lese ich überall, dass Nettotarife ohne Vermittlerprovisionen deutlich günstiger sein sollen.

Nun bin ich 73 Jahre alt und ehrlich gesagt nicht mehr der Jüngste, wenn es um komplizierte Versicherungsbedingungen geht. Ist es wirklich so, dass ich als Direktkunde bei einem Nettotarif am Ende mehr Rente bekomme? Oder gibt es versteckte Kosten, die den Vorteil wieder zunichte machen?

Hat jemand von euch konkrete Erfahrungen gemacht oder kann mir erklären, worauf ich achten muss? Bei den aktuellen Zinsen will ich keine Fehler machen, zumal ich ja auch die Förderung vom Altersvorsorgedepot optimal nutzen möchte.

Vielen Dank für eure Hilfe!

Gerhard


3 Antworten
LisaK
Beiträge: 29
(@lisak)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi Gerhard,

Thomas-Berger hat schon die wichtigsten Punkte genannt. Aus meiner Sicht ist es bei Ihrem Alter besonders wichtig, die Garantieleistungen zu vergleichen. Nettotarife haben oft etwas niedrigere Garantien, da sie weniger "Puffer" einbauen.

Bei einer klassischen Rentenversicherung mit 73 Jahren würde ich persönlich auf jeden Fall auf die Beitragsgarantie achten. Die meisten Nettotarife sind fondsgebunden oder haben zumindest einen höheren Aktienanteil.

Falls Sie sich für einen Nettotarif entscheiden, sollten Sie wirklich sicher sein, dass Sie die Bedingungen verstehen. Eine unabhängige Beratung gegen Honorar könnte sich lohnen, auch wenn das zunächst Kosten verursacht.


Antwort
Thomas-Berger
Beiträge: 20
(@thomas-berger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo Gerhard,

die Unterschiede zwischen Netto- und Bruttotarifen sind tatsächlich erheblich. Bei Bruttotarifen sind die Vermittlerprovisionen (meist 4-7% der eingezahlten Beiträge) bereits eingepreist, bei Nettotarifen zahlen Sie diese nicht.

Konkret bedeutet das: Wenn Sie 100€ monatlich einzahlen, fließen bei einem Bruttotarif oft nur 93-96€ in die eigentliche Kapitalanlage, der Rest geht an Provisionen. Bei Nettotarifen landen die vollen 100€ (abzüglich der reinen Verwaltungskosten) in Ihrem Vertrag.

Allerdings sollten Sie bei Nettotarifen die Beratungskosten separat kalkulieren, falls Sie diese benötigen. Viele Anbieter verlangen eine einmalige Abschlussgebühr oder einen Beratungshonorar.

In einem anderen Thread hatte ich bereits über Kostenstrukturen geschrieben - das Prinzip ist ähnlich.

Mein Tipp: Lassen Sie sich von beiden Varianten konkrete Hochrechnungen geben und vergleichen Sie die prognostizierte Ablaufleistung.


Antwort
Thomas77
Beiträge: 28
(@thomas77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Nettotarife sind schon günstiger, aber bei deinem Alter würd ich vorsichtig sein. Die Unterschiede werden über so kurze Laufzeiten nicht mehr so dramatisch.

Außerdem: Viele "Nettotarife" haben trotzdem versteckte Kosten oder schlechtere Bedingungen. Lass dir mal beide Varianten vorrechnen - konkret mit Zahlen, nicht nur schöne Broschüren.


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