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Klassische Riester vs neues AVD - wo zahle ich weniger Steuern?

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TechMike_92
Beiträge: 23
Themenstarter
(@techmike_92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#25]

Hey Leute,

bin grade am Planen für den Herbst und hab mal Zeit, mich um meine Altersvorsorge zu kümmern. Hab da ne wichtige Frage zur Besteuerung.

Ich hab seit 2018 einen klassischen Riester-Vertrag bei der Allianz laufen (monatlich 150€), der läuft noch bis 2052. Jetzt überlege ich aber, ob ich zusätzlich das neue Altersvorsorgedepot machen soll, das ja ab nächstem Jahr kommt.

Mein Problem: Ich versteh die Steuergeschichte nicht ganz. Bei Riester zahle ich ja jetzt keine Steuern auf die Einzahlungen (bekomme sogar Zulagen), aber später in der Rente wird alles voll versteuert. Beim AVD ist es doch genau andersrum oder? Da zahle ich jetzt Steuern, aber später nicht?

Was ist denn unterm Strich günstiger? Ich verdiene aktuell 4.200€ brutto, bin Single und rechne damit, dass ich in der Rente weniger Steuern zahlen werde als heute. Oder ist das ein Trugschluss?

Und noch eine Frage: Kann ich beide parallel laufen lassen? Also Riester weitermachen UND zusätzlich das AVD starten? Oder macht das steuerlich keinen Sinn?

Danke schonmal für eure Hilfe!


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3 Antworten
Nina95
Beiträge: 29
(@nina95)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo!

Ich sehe das etwas kritischer als Thomas. Die Riester-Förderung ist zwar verlockend, aber die Kosten sind oft sehr hoch und die Renditen mager. Bei klassischen Riester-Verträgen kommst du oft nicht mal über die Inflation.

Beim AVD hast du deutlich mehr Kontrolle über deine Kosten, wenn du auf günstige ETFs setzt. Ja, du zahlst jetzt Steuern auf deine Einzahlungen, aber dafür sind alle Erträge später steuerfrei - auch die Kursgewinne! Das kann bei langen Laufzeiten richtig viel ausmachen.

Außerdem: Wer weiß schon, wie die Steuersätze in 25 Jahren aussehen? Ich persönlich würde eher auf das AVD setzen, weil du flexibler bist und die Kostenstruktur transparenter ist. Den Riester würdest ich nur weiterlaufen lassen, weil du schon drin bist.


Antwort
S.Hofmann
Beiträge: 31
(@s-hofmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich muss Nina da teilweise widersprechen. Die pauschale Riester-Kritik wird der Sache nicht gerecht. Ja, viele Verträge haben hohe Kosten, aber bei 150€ monatlich plus Zulagen kommt schon was zusammen.

Wichtiger Punkt den ihr beide übersehen habt: Beim AVD gibt's auch Zulagen vom Staat! 360€ pro Jahr, das sind 30€ monatlich. Das relativiert die Steuerfrage erheblich.

Zur konkreten Frage: Bei deinem Einkommen würde ich beide Wege parallel fahren. Hab mich auch intensiv mit der Förderlandschaft beschäftigt und denke, Diversifikation ist der Schlüssel.

Aber Achtung: Die Höchstgrenzen beachten! Riester max. 2.100€/Jahr, AVD max. 3.000€/Jahr. Bei deiner aktuellen Riester-Sparrate von 1.800€/Jahr hast du noch Luft für beides.


Antwort
Thomas77
Beiträge: 28
(@thomas77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi TechMike,

als jemand der schon länger verschiedene Vorsorgeprodukte vergleicht, kann ich dir sagen: Das kommt stark auf deine persönliche Situation an. Du liegst richtig mit der Besteuerung - Riester ist nachgelagert besteuert (jetzt Steuerersparnis, später volle Besteuerung), AVD ist vorgelagert besteuert (jetzt aus Netto, später steuerfrei).

Bei deinem Einkommen von 4.200€ brutto bist du aktuell vermutlich bei einem Grenzsteuersatz von circa 30-35%. Wenn du in der Rente wirklich deutlich weniger haben wirst, könnte Riester steuerlich günstiger sein. Aber Vorsicht: Die gesetzliche Rente wird auch noch steigen bis du in Rente gehst, plus deine private Vorsorge - da kommst du schnell wieder in höhere Steuersätze.

Parallel laufen lassen ist prinzipiell möglich und kann sogar sinnvoll sein zur Diversifikation. Beim AVD hast du ja auch noch die Flexibilität beim Auszahlungszeitpunkt.

Mein Tipp: Lass dir mal eine konkrete Beispielrechnung machen für beide Varianten mit realistischen Annahmen für deine Rentenhöhe.


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