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LV beitragsfrei stellen statt kündigen – lohnt sich das noch?

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Markus79
Beiträge: 1
Themenstarter
(@markus79)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Tagen
[#115]

Ich beschäftige mich ja seit geraumer Zeit intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot und versuche gleichzeitig mein bestehendes Vorsorge-Portfolio aufzuräumen, bevor das AVD 2027 startet. Dabei bin ich bei meiner klassischen Kapitallebensversicherung aus 2009 hängengeblieben – nicht bei der Kündigung per se, sondern bei einer Alternative, die mein Versicherungsberater neulich ins Spiel gebracht hat: der Beitragsfreistellung.

Der Gedanke dahinter: Statt zu kündigen und den aktuellen Rückkaufswert (der nach Abzügen nicht berauschend ist) mitzunehmen, stelle ich die Beiträge einfach ein. Die Police läuft dann beitragsfrei weiter, die bisherigen Überschüsse bleiben erhalten, und ich könnte ab Renteneintritt eine reduzierte Summe ausgezahlt bekommen.

Meine konkreten Überlegungen:
– Die frei werdenden Monatsbeiträge würde ich ab 2027 direkt ins AVD stecken, wo ich von der staatlichen Förderung und deutlich besseren Renditechancen durch ETFs profitiere.
– Gleichzeitig frage ich mich: Was passiert mit dem bereits angespartem Guthaben, wenn die Police beitragsfrei gestellt wird? Schrumpft die garantierte Ablaufleistung überproportional?
– Und wie wirkt sich das steuerlich aus, wenn ich die beitragsfreie Police 2035 oder 2040 auszahlen lasse?

Ich habe die Kostenstruktur des AVD mittlerweile gut durchdrungen und weiß, wie wichtig Effektivkosten sind – aber bei der LV-Beitragsfreistellung tue ich mich schwer, das wirklich zu durchleuchten. Hat jemand das konkret gemacht und kann von seinen Erfahrungen berichten? Gerade jetzt im Sommer, wo ich etwas mehr Zeit für solche Fragen habe, würde ich das gerne grundlegend klären bevor ich Ende 2026 eine Entscheidung treffe.


1 Antwort
DepotDaddy42
Beiträge: 1
(@depotdaddy42)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Tagen

Ich bin zwar kein LV-Experte, aber ich hab mich letztes Jahr ähnlich durch solche Fragen gewühlt – bei mir stand auch eine ältere Police zur Debatte.

Konkret zur Beitragsfreistellung: Was viele unterschätzen ist, dass die garantierte Ablaufleistung meist überproportional sinkt, weil die Kostenblöcke (Verwaltungskosten, Risikoanteil) anteilig weiter aus dem Guthaben entnommen werden. Das heißt, das Guthaben "wächst" zwar noch durch laufende Überschüsse, aber die Kostenquote auf das reduzierte Guthaben kann relativ hoch sein.

Steuerlich: Wenn du die Police bis 60/62 gehalten hast und mindestens 12 Jahre Laufzeit, gilt das Halbeinkünfteverfahren – d.h. nur die Hälfte des Ertrags ist steuerpflichtig. Das bleibt bei Beitragsfreistellung erhalten, solange die Police nicht gekündigt wird. Das wäre 2040 für dich relevant.

Ich würde trotzdem erstmal direkt bei der Versicherung eine schriftliche Hochrechnung der beitragsfreien Summe anfordern – die sind dazu verpflichtet. Dann kannst du das sauber gegen den Rückkaufswert heute gegenrechnen. Ohne diese Zahl ist alles nur Spekulation.


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