Hallo zusammen,
ice arbeite seit 12 Jahren als Steuerberater und bereite meine Mandanten intensiv auf das neue Altersvorsorgedepot 2027 vor. Dabei stellt sich mir immer wieder die Frage: Wenn ich klassische Versicherungsprodukte (Garantieprodukte, fondsgebundene RV) direkt über Nettotarife ohne Makler abschließe – wo genau liegen dann noch die Kostenstrukturen, die nicht sofort sichtbar sind?
Ich sehe bei verschiedenen Anbietern Werbung für "kostengünstige Nettotarife", aber die Tarifbeschreibungen sind oft unglaublich dicht. Meine Frage: Gibt es typische Positionen (Verwaltungskosten, Risikokosten, Kostenanpassungsklauseln), die auch in Nettotarifen stecken und die man leicht übersieht? Und wie wirkt sich das auf die beitragsproportionale Förderung 2027 aus – wird die Förderung auf den Brutto- oder Nettobeitrag berechnet?
Ich möchte meinen Mandanten eine realistische Kostenrechnung geben können. Erfahrungen von euch?
Hinterfrag mal kritisch: ob Nettotarif oder nicht – wer überprüft das alles für dich hinterher? Bei klassischen Versicherungen gibt es ja oft Jahre später noch Überraschungen bei den Kostenanpassungen. Wie willst du deine Mandanten da absichern?
Bei meinem Wiedereinstieg ist mir wichtig, dass ich die Kosten wirklich verstehe. Kannst du vielleicht ein konkretes Beispiel geben, wie eine Kostenanpassungsklausel in der Praxis wirkt? Also: Angenommen, ich zahle ab 2027 500€/Monat – wie könnte eine Erhöhung ab Jahr 5 aussehen?
Kombiniere das mit ETF-Anteilen – manche Hybrid-Nettotarife verstecken da höhere Verwaltungsquoten auf der ETF-Seite. Das wird oft erst bei der Jahresabrechnung sichtbar.
Interessant – ich vergleiche gerade Garantieprodukt vs. ETF-Rente fürs neue Depot. Wenn Nettotarife wirklich günstiger sind, müsste das doch auch bedeuten, dass die Renditeerwartung realistischer wird? Oder liegt das an den versteckten Kosten, die du fragst?