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[Gelöst] Versicherungsprodukte im AVD 2027: Nettotarife ohne Abschlusskosten?

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Sarah K.
Beiträge: 11
Themenstarter
(@sarahkoch)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#172]

Hallo zusammen,

ich bin seit ein paar Monaten berufstätig und versuche gerade, mich vor dem Start des neuen Altersvorsorgedepots 2027 so gut wie möglich vorzubereiten. Dabei bin ich auch auf das Thema klassische Versicherungsprodukte gestoßen – also Rentenversicherungen, die dann im AVD-Rahmen geführt werden könnten.

Jetzt frage ich mich: Gibt es im neuen System überhaupt Nettotarife, also Produkte ohne die klassischen Abschlussprovisionen? Ich habe gelesen, dass Versicherungen als Anbieter für das Altersvorsorgedepot 2027 zugelassen werden können, aber ich blick noch nicht ganz durch, welche Kostenstruktur da dann gilt.

Konkret interessiert mich: Wenn ich als Berufseinsteigerin einen kleinen monatlichen Betrag einzahle, welcher Anteil geht da überhaupt als Kosten drauf, wenn ich über einen klassischen Versicherungsanbieter gehe? Und gibt es Tools oder Vergleichsrechner, mit denen man das vor Abschluss sinnvoll gegenüberstellen kann – Nettotarif vs. Provisionstariif?

Ich bin noch ganz am Anfang und will keine teuren Fehler machen, die ich dann Jahrzehnte mit mir rumtrage. Deshalb frage ich lieber jetzt schon.

Danke für jeden Hinweis!


2 Antworten
Helmut B.
Beiträge: 26
(@rentnerdepot62)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ehrlich gesagt bin ich da etwas skeptischer als C.Hoffmann. Nettotarife klingen erstmal gut, aber die Frage ist doch: Wer berät dich dann? Honorarberater kosten auch Geld, und als Berufseinsteigerin mit kleinen Beträgen rechnet sich das oft gar nicht. Die Gesamtkosten können am Ende trotzdem ähnlich hoch sein wie bei einem Provisionstarif, nur anders verteilt.

Für das AVD 2027 speziell: Die genauen Kostenregeln stehen noch nicht vollständig fest, soweit ich das aus meiner Recherche sagen kann. Ich verfolge das intensiv, auch wegen meiner eigenen Situation – ich hab mich z.B. zuletzt gefragt, ob und wie man Effektivkosten verschiedener Anbieter überhaupt seriös vergleichen kann (hab das auch im BAV-Thread gestreift).

Mein Rat: Warte nicht auf den perfekten Tarif, sondern versteh erstmal die Kennzahlen. Effektivkostenquote ist das Stichwort – sobald Anbieter die ausweisen müssen, hast du endlich echte Vergleichszahlen.


Antwort
C.Hoffmann
Beiträge: 24
(@c-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist eine sehr gute Frage, gerade für den Einstieg. Ich bin selbst dabei, mich nach langer Pause wieder neu aufzustellen, und hab mich mit dem Thema Kostenstruktur bei Versicherungsprodukten auch beschäftigt.

Nettotarife gibt es tatsächlich schon heute bei einigen Anbietern – das sind Produkte, die ohne Abschlussprovision angeboten werden, dafür bezahlt man ggf. einen Honorarberater separat. Ob das im AVD 2027 so weitergeführt wird, ist Stand jetzt aber noch nicht final klar, soweit ich das verfolgt hab.

Was ich dir empfehlen würde: Schau dir die Effektivkostenquote an, die Anbieter ab 2027 laut den neuen Produktregeln ausweisen müssen (oder sollen – das ist im Detail noch in Klärung). Diese Kennzahl soll eigentlich alles einschließen, also Verwaltung, Abschluss, alles. Das wäre dann endlich ein echter Vergleichsankerpunkt.

Für Rechner: Im Moment gibt es noch nix Produktspezifisches für das AVD 2027, ist ja noch nicht gestartet. Aber ich hab zum Thema Risiko und Kostenstruktur auch schon in anderen Threads gesucht – leider findet man gerade noch viel Halbwissen im Netz. Bleib skeptisch und vergleiche immer mehrere Quellen.


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