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Kapitalertragssteuer auf Depot-Gewinne: Wie wird gefördert?

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L.Weber
Beiträge: 37
Themenstarter
(@l-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#56]

Hallo zusammen,

ich sitze gerade im Urlaub und nutze die ruhigeren Tage mal, um mich endlich ernsthaft mit dem neuen Altersvorsorgedepot zu beschäftigen, das ja ab 2027 starten soll. Ich lese mich seit ein paar Wochen durch verschiedene Quellen, aber bei einem Punkt komme ich einfach nicht weiter: Wie läuft das eigentlich mit der Kapitalertragssteuer auf Gewinne im geförderten Depot?

Bei einem normalen Depot zahle ich ja 25% Abgeltungssteuer auf Kursgewinne, Dividenden usw. – das ist mir bekannt. Aber beim neuen Altersvorsorgedepot soll das doch anders geregelt sein, oder? Ich habe irgendwo gelesen, dass die Gewinne während der Ansparphase steuerfrei bleiben und erst bei der Auszahlung im Alter versteuert werden. Stimmt das so? Und wenn ja, wie genau – wird dann der volle Auszahlungsbetrag mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert, oder gibt es da Freibeträge oder einen reduzierten Satz?

Mich interessiert auch, ob es einen Unterschied macht, ob man ETFs oder andere Anlageformen im Depot hält. Ich plane hauptsächlich in breit gestreute ETFs zu investieren.

Bin leider kein Steuerprofi und wäre für eine verständliche Erklärung sehr dankbar. Vielen Dank schon mal!

L. Weber


1 Antwort
ETFSparplan47
Beiträge: 38
(@etfsparplan47)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Hey, das ist tatsächlich einer der interessanteren Punkte beim neuen Depot – hab mich da auch reingelesen, nachdem ich mich hier schon mit der Grundfrage beschäftigt hab, ob sich das Depot für Einsteiger überhaupt lohnt (ich hatte dazu mal was in diesem Thread geschrieben).

Kurz zusammengefasst, wie ich das bisher verstehe: Ja, während der Ansparphase fallen im geförderten Altersvorsorgedepot keine Abgeltungssteuer und keine Vorabpauschale an – das ist der entscheidende Unterschied zum normalen Depot. Die Gewinne wachsen also erstmal steuerfrei an, was den Zinseszinseffekt deutlich verbessert.

Die Besteuerung kommt dann erst bei der Auszahlung im Alter. Und da greift der persönliche Einkommensteuersatz, nicht die 25% Abgeltungssteuer. Das klingt erstmal nach Nachteil, aber im Rentenalter ist das zu versteuernde Einkommen bei den meisten Leuten deutlich niedriger als im Erwerbsleben – daher kann das trotzdem günstiger ausfallen.

Ob ETFs oder andere Produkte einen Unterschied bei der Besteuerung machen, glaube ich nicht – die Steuerlogik hängt am Depot-Mantel, nicht am einzelnen Produkt drin. Aber das solltest du im Zweifel nochmal mit einem Steuerberater klären, ich bin da auch kein Profi.


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