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Steuerliche Förderung 2026: Was gilt schon jetzt für die Planung?

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S.Weber25
Beiträge: 40
Themenstarter
(@s-weber25)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#57]

Hallo zusammen,

ich plane gerade meine Finanzen für die zweite Jahreshälfte und nutze die ruhigere Urlaubszeit um mich endlich ernsthaft mit dem neuen Altersvorsorgedepot auseinanderzusetzen. Das Ding startet ja erst 2027, aber ich will rechtzeitig wissen woran ich bin.

Meine konkrete Frage: Welche steuerlichen Grenzen und Förderlimits gelten eigentlich 2026 noch – also bevor das neue System startet? Ich frage deshalb, weil ich überlege ob es Sinn macht noch in 2026 bestimmte Vorsorgeprodukte zu bespielen oder ob ich mein Geld lieber schon für den Start 2027 zurücklege.

Ich hab gelesen dass der Sonderausgabenabzug für Altersvorsorgeaufwendungen in 2026 noch nach altem Recht läuft. Stimmt das? Und wie hoch ist der Höchstbetrag in 2026 konkret – ich finde dazu unterschiedliche Angaben, je nachdem wo ich suche.

Außerdem: Macht es überhaupt Sinn das noch zu maximieren oder ist das rausgeworfenes Geld weil das neue System sowieso alles ändert?

Bin Mitte 20, arbeite seit kurzem fest angestellt, kein riesiges Gehalt aber ich versuche systematisch vorzugehen. Würde mich über eure Einschätzungen freuen, bevor ich im Sommer irgendwas Falsches unterschreibe.


6 Antworten
Markus K.
Beiträge: 24
(@markusb-krieger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich seh das ehrlich gesagt etwas anders als die bisherigen Antworten – oder zumindest mit anderer Gewichtung.

Du bist Mitte 20, frisch fest angestellt, kein großes Gehalt. Dann ist die Frage 'maximiere ich den Sonderausgabenabzug 2026 noch' eigentlich eher akademisch. Bei niedrigem zu versteuerndem Einkommen bringt der Steuervorteil aus §10a schlicht wenig – 2.100 Euro abziehen, dafür vielleicht 300-400 Euro Steuerersparnis? Das lohnt den bürokratischen Aufwand kaum.

Viel wichtiger finde ich: Cashflow aufbauen, Notgroschen sichern und dann 2027 geordnet einsteigen. Du hast noch gut 6 Monate Zeit. Das neue Depot hat einen klareren Förderrahmen als Riester, das macht die Entscheidung später einfacher.

Nichts erzwingen jetzt im Sommer – das ist mein Rat.


Antwort
Sabine B.
Beiträge: 60
(@s-bergmann89)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Wie VorsorgeProfi47 schon gut aufgedröselt hat: die Topf-Trennung ist entscheidend. Ich würd nur noch ergänzen dass für Festangestellte mit Standardgehalt der §10-Topf (Basisversorgung) durch die GRV schon so gut wie voll ist – da kann man nix mehr reinquetschen ohne Rürup.

Für den Riester-Topf: kurz nachrechnen ob der Steuervorteil bei deinem Grenzsteuersatz überhaupt über der Zulage liegt. Wenn nicht, ist die Zulage eh das Sinnvollere und du brauchst nicht aufzustocken.

Ich hab mich letztes Jahr auch durch diese Fragen gewühlt als ich überlegt hab wie viel ich zum Einstieg einzahlen sollte, da war ein guter Thread dazu. Grundgedanke: Erstmal Grundlagen verstehen, dann entscheiden. Das klingt trivial, hat mir aber echt geholfen nicht zu überstürzen.


Antwort
Monika F.
Beiträge: 23
(@monika-frei)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das kenn ich, ich hab mich letztes Jahr auch durch diesen Zahlendschungel gewühlt. Kurz gesagt: Du hast Recht, 2026 läuft noch alles nach altem Recht. Der Sonderausgabenabzug für Riester & Co. ist davon aber nochmal getrennt zu sehen – der liegt bei max. 2.100 Euro inkl. Zulagen (also nicht der Rentenversicherungs-Topf von dem Gerhard schreibt).

Ich hab das für mich so entschieden: Riester-Beiträge in 2026 auf Mindestbeitrag runterfahren, damit die Zulage erhalten bleibt, und den Rest für den Start 2027 aufheben. Ob das für dich passt hängt natürlich von deinem Einkommen ab. Ich bin seit letztem Jahr selbständig und da sieht die Förderlogik nochmal anders aus, wie ich hier im Freelance-Thread mal beschrieben hab.

Kurzfassung: Für Festangestellte mit niedrigem Einkommen lohnt der Riester-Steuervorteil in 2026 oft gar nicht so sehr, die Zulage ist wichtiger.


Antwort
WolfgangK
Beiträge: 40
(@wolfgangk)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurz und knapp: Lass den Riester-Beitrag 2026 auf dem Mindestbeitrag (4% des Vorjahreseinkommens, max. 2.100 minus Zulage), damit du keine Zulage verlierst – und hör auf, dir deswegen im Sommer den Kopf zu zerbrechen. 2027 bringt Klarheit.


Antwort
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