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Ab 2026: Welche Änderungen kommen auf uns zu?

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S.Bergmann89
Beiträge: 29
Themenstarter
(@s-bergmann89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#18]

Hallo zusammen,

ich sitze hier im Büro und schwitze vor mich hin – Klimaanlage streikt natürlich ausgerechnet jetzt im Juni. Während ich auf den Reparateur warte, nutze ich die Zeit mal sinnvoll und versuche mich in das Thema Altersvorsorgedepot einzulesen. Aber je mehr ich lese, desto verwirrter werde ich.

Meine eigentliche Frage: Was ändert sich konkret noch in 2026 als Vorbereitung auf den Start 2027? Ich meine damit nicht nur die reine Depoteröffnung ab Januar 2027, sondern alles drumherum – also steuerliche Regeln, gesetzliche Rahmenbedingungen, Meldepflichten oder auch wie sich die ZfA darauf vorbereitet. Hat jemand eine gute Übersicht dazu?

Ich bin Mitte 30, angestellt, und habe bisher nur einen alten Riester laufen den ich so gut wie nie angefasst hab. Ich möchte mich eigentlich schon jetzt vorbereiten damit ich Anfang 2027 nicht wieder zu spät dran bin wie damals bei der Riester-Geschichte. Mir ist auch nicht ganz klar ob ich jetzt schon irgendwelche Anträge stellen muss oder ob das alles erst ab nächstes Jahr relevant wird.

Falls ihr gute Quellen oder bereits eigene Erfahrungen mit Behördenkontakt habt, immer raus damit. Danke!

S.Bergmann89


6 Antworten
L.Weber38
Beiträge: 23
(@l-weber38)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich bin ja eher vom klassischen Riester-Lager her kommend und beobachte das alles mit gemischten Gefühlen. Hab mich selbst mit der Frage beschäftigt was mit dem alten Geld passiert wenn man wechselt.

Für den Fragesteller: Das Wichtigste in 2026 ist wirklich erstmal Informationen sammeln und nix überstürzen. Kein Anbieter kann dir aktuell ein zertifiziertes Produkt verkaufen, also gibt es auch kein 'zu spät' in 2026. Das beruhigt mich persönlich auch ein bisschen – man hat noch Zeit das alles zu verstehen. Urlaubszeit nutzen, in Ruhe lesen, das reicht völlig. 😄


Antwort
S.Brinkmann
Beiträge: 1
(@s-brinkmann)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Ich beobachte das Ganze auch schon länger – hatte mich ja zuletzt intensiv mit der ZfA-Thematik beschäftigt, speziell was Besteuerung und Auszeiten angeht (für alle die das interessiert: ZfA-Bewertung nach Auszeit).

Was ich ergänzen würde: In 2026 ist auch noch die finale BMF-Schreiben-Runde offen. Das heisst, manche steuerlichen Detailfragen – zum Beispiel wie genau Erträge im Depot bei Entnahme im Alter behandelt werden – sind noch nicht vollständig geklärt. Wer also jetzt anfängt zu vergleichen, sollte im Hinterkopf behalten dass sich bis Jahresende noch Feinheiten ändern können. Ich würde empfehlen, frühestens im Oktober/November 2026 konkrete Anbieterentscheidungen zu treffen.


Antwort
Marco89
Beiträge: 3
(@marco89)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ich seh das ehrlich gesagt etwas nüchterner als die Vorredner. Klar, man kann sich vorbereiten – aber am Ende zählt doch erstmal was die Anbieter konkret anbieten und was es kostet. Ich hatte dazu schon ausführlich diskutiert was Depotgebühren angeht. Ohne zertifizierte Produktliste ist jede Vorbereitung ein bisschen Kaffeesatzlesen.

Was 2026 konkret ändert: Soweit ich weiß wird die Pflicht zur Riester-Zertifizierung für neue Verträge Ende 2026 auslaufen, also de facto keine neuen Riester-Verträge mehr ab 2027. Das is der vielleicht wichtigste Schnitt. Wer noch einen laufenden Riester hat, den kann man weiterlaufen lassen oder dann 2027 schauen ob eine Übertragung Sinn ergibt.


Antwort
Marco_87
Beiträge: 29
(@marco_87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ja, Marco hat Recht was den Riester-Punkt angeht. Das ist tatsächlich eine der greifbarsten Änderungen die schon 2026 wirksam wird bzw. den Übergang einleitet. Neue Riester-Verträge lassen sich so gut wie nicht mehr abschließen und Anbieter ziehen ihre Produkte sukzessive zurück.

Ich hab mich in dem Thread zu den drei neuen Fördermodellen 2027 schon dazu geäußert – da wird auch deutlich dass es eben nicht ein einheitliches Depot für alle gibt sondern unterschiedliche Varianten je nach persönlicher Situation. Für Angestellte wie S.Bergmann89 ist das vermutlich das Standardmodell mit direkter Steuerförderung, aber es lohnt sich das genau zu lesen.

Den Hinweis von S.Brinkmann zu den offenen BMF-Fragen finde ich wichtig – das wird oft unterschätzt.


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