Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Altersvorsorgestrategie für 2027 durchzudenken. Neben meiner betrieblichen Altersversorgung möchte ich das neue Altersvorsorgedepot nutzen und habe mir dafür schon ein paar ETF-Szenarien überlegt.
Aber eine grundsätzliche Frage stellt sich mir: Welche Banken, Broker oder Versicherer werden das Depot überhaupt ab Januar anbieten? Gibt es da schon konkrete Informationen oder zumindest eine Liste von Kandidaten, die sich äußern?
Ich frage vor allem deshalb, weil ich später flexibel bleiben will – und das funktioniert nur, wenn ich weiß, wen ich überhaupt auswählen kann. Bestehen da große Unterschiede bei den Gebühren oder der Produktauswahl? Und: Spielen da auch kleinere, spezialisierte Anbieter eine Rolle, oder wird das wieder ein Oligopol der großen Banken?
Wäre super, wenn jemand da den aktuellen Stand kennt.
Grüße,
Martin
Hallo Martin,
da kannst du mir glauben, ich stell mir die gleiche Frage wie du. Ich selbst hab noch nie bei großen Banken gebunkert – bin als Handwerker eher beim Direktbroker gelandet, weil die Gebühren einfach fairer waren.
Bisher hab ich aus verschiedenen Quellen gehört, dass die großen Player (Sparkasse, Commerzbank, DKB, ING) auf jeden Fall dabei sind. Aber konkrete Bestätigungen gibt's öffentlich noch nicht wirklich. Die Bundesregierung und die Aufsicht werden das in den kommenden Monaten noch konkretisieren müssen.
Das Wichtige: Es wird eine Gebührendeckelung geben – das ist gesetzlich verankert. D.h., du kannst beruhigt sein, dass es kein Abzockfestival wird wie bei manchen älteren Riester-Produkten.
Mein Tipp: Im Herbst nochmal aktiv nachfragen bei deiner Bank oder deinem Broker, ob sie dabei sind. Die werden dann auch transparente Gebührenmodelle vorlegen müssen. Und ja, auch kleinere Anbieter könnten mitmachen – aber vermutlich mit fokussiertem Angebot.
Grüße,
VorsorgePro58
Martin, sehr gute Frage – das ist ja quasi der erste Schritt vor der Optimierung.
Ausgehend von dem, was über die Regulatorik bekannt ist, werden wir wohl mit einer heterogenen Anbieterlandschaft rechnen müssen. Die großen Finanzgruppen sind sicher dabei, aber auch Direkt-Broker und spezialisierte Fondsvermittler werden das Geschäftsmodell Depot anbieten – gerade weil die Gebührendeckelung Wettbewerb auf Service und Produktqualität lenkt statt auf Gebühren-Abzocke.
Zum Vergleichen: Bei Riester damals war es so, dass Versicherer, Banken und Fondsvermittler nebeneinander existiert haben. Beim neuen Depot könnte ähnlich sein – aber wahrscheinlich weniger Versicherer (weil das Konstrukt weniger zu ihrem Geschäftsmodell passt).
Wirklich konkrete Anbieter-Namen hab ich selbst noch nicht – da müssen wir bis Jahresende warten. Meine Strategie: Im Q4 2026 gezielt anfragen bei den Anbietern, die ich unter der Lupe hab, nach Gebührenstruktur, ETF-Auswahl und Bedienbarkeit vergleichen.
Grüße,
Marcus K.