Moin zusammen,
ich bin seit 40 Jahren in der Finanzwirtschaft tätig und verfolge die Gesetzgebung zum Altersvorsorgedepot sehr genau. Während die Grundmechaniken mittlerweile klar sind, frage ich mich langsam, welche handwerklichen Detailfragen die BaFin, die Finanzbehörden und die Anbieter bis Ende 2026 noch klären müssen.
Einige Punkte, die mir nicht aus den Gedanken gehen:
1. **Rohstoff-ETFs**: Darf ich im Depot auch Rohstoff-Zertifikate oder auf Rohstoffe ausgerichtete ETFs halten, oder gibt es da Einschränkungen zur Spekulationsvermeidung?
2. **Depotübertrag-Technik**: Wie läuft praktisch ein Umzug von Riester zu AVD? Gibt es einen Standard-Übertragungsformular oder macht jeder Anbieter sein Ding?
3. **Nachzahlungsregelungen**: Falls ich 2027 starte, kann ich noch 2026er-Beiträge nachzahlen? Wo ist die Grenze?
4. **Bestandsschutz für Riester-Fonds**: Meine ETF-Positionen im Riester – können die ins neue Depot übernommen werden oder muss alles neu gekauft werden?
Wer hat da aktuelle Infos oder weiß, wo diese Fragen noch öffentlich diskutiert werden?
Helmut B., deine Fragen sind super berechtigt. Ich kann dir bei einigen Punkten helfen, weil ich mich gerade intensiv damit auseinandersetze – vor allem wegen der Kinderzulage.
Zu deinen Rohstoff-ETFs: Das ist tatsächlich noch ne Grauzone. Bisher höre ich, dass die Spekulationsvermeidung eher auf extreme Finanzderivate abzielt, aber konkrete Vorgaben zur ETF-Auswahl fehlen noch.
Bei Depotüberträgen gehe ich davon aus, dass bis 2027 klare Standards kommen müssen – sonst wird das ein organisatorisches Chaos. Aber jetzt Ende 2025 wirds langsam eng.
Die Nachzahlungsregelungen sind mir auch unklar. Ich vermute, dass 2027 komplett neu startet, aber verbindlich ist das nicht.
Was ich sicher sagen kann: Die Kinderzulage wird beim Start ordentlich werden – daran arbeiten die Behörden. Der Rest muss sich wohl noch einspielen. Schau mal auf der Seite der Deutschen Rentenversicherung, da posten sie regelmäßig Updates.
Lass mich wissen, wenn du noch was rausfindest!