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Immobilien-ETFs als Inflationsschutz: Übertreibe ich oder sinnvoller als REITs?

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S.Hofmann
Beiträge: 31
Themenstarter
(@s-hofmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#7]

Hi Leute,

ich grübel schon länger darüber nach, ob ich für mein Altersvorsorgedepot 2027 nicht einen größeren Anteil in Immobilien-ETFs stecken sollte. Klassische REITs sind ja immer so eine Sache mit der Ausschüttung und Steuer... aber bei ETFs könnte das anders aussehen.

Meine Überlegung: Wenn die Inflation weiter so bleibt oder sogar anzieht, sind doch Immobilien ein guter Schutz. Mieten steigen, Immobilienwerte auch (meistens), und das sollte sich doch in den ETFs widerspiegeln?

Ich hab gelesen, dass es inzwischen auch europäische Immobilien-ETFs gibt, die breiter gestreut sind als nur deutsche REITs. Gerade jetzt im Sommer, wo alle über Klimaanlagen und Energiekosten jammern, denk ich mir: Immobilien mit guter Infrastruktur werden doch immer wichtiger.

Bin ich zu optimistisch oder macht das wirklich Sinn für die langfristige Vorsorge? Wie seht ihr das Verhältnis zwischen normalen Aktien-ETFs und Immobilien-ETFs? 10%? 20%? Oder gar nicht?

Freue mich auf eure Meinungen!


3 Antworten
Werner78
Beiträge: 17
(@werner78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo S.Hofmann,

immobilien-ETFs können durchaus Sinn machen, aber überschätz den Inflationsschutz nicht. Ich hab vor einem Jahr meinen DWS-Riester gegen ETF-Rente getauscht und auch Immobilien-ETFs mit reingenommen.

Die Korrelation zu normalen Aktien ist höher als viele denken. Wenn die Börse crasht, gehen auch Immobilien-ETFs runter. Inflationsschutz ja, aber nicht 1:1. Zinsen sind auch ein wichtiger Faktor - steigen die Zinsen, leiden Immobilienaktien oft.

Bei der Gewichtung würd ich bei max. 10-15% bleiben. Zu viel Klumpenrisiko sonst. Europäische Streuung ist gut, aber schau dir auch die TER an - manche Immobilien-ETFs sind teurer als normale Aktien-ETFs.


Antwort
Frank_78
Beiträge: 30
(@frank_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Kann Werner nur zustimmen - die Korrelation ist das große Problem. Hab selbst etwa 8% in einem europäischen Immobilien-ETF im Depot.

Was viele übersehen: Immobilien-ETFs reagieren sehr sensibel auf Zinsentscheidungen. Bei steigenden Zinsen leiden sie doppelt - sowohl über die Finanzierungskosten als auch über alternative Anlagemöglichkeiten.

Für die neue Altersvorsorge 2027 macht's trotzdem Sinn, aber eben in Maßen. Ich würde eher 5-10% nehmen und dafür einen qualitativ hochwertigen ETF wählen. Die TER sollte unter 0,4% liegen.


Antwort
VorsorgeFuchs28
Beiträge: 28
(@vorsorgefuchs28)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich seh das kritischer. Immobilien-ETFs sind oft überbewertet und folgen nicht wirklich den physischen Immobilienpreisen. Das sind ja meist REITs in Verpackung, nur anders besteuert.

Inflationsschutz? Naja... schau dir mal die Performance von 2022 an, als die Inflation richtig anzog. Da sind Immobilien-ETFs teilweise 30%+ gefallen. Echter Inflationsschutz sieht anders aus.

Für's Altersvorsorgedepot würd ich eher bei einem simplen MSCI World/EM Mix bleiben und wenn überhaupt nur 5% in Immobilien. Die Kosten sind oft höher und die Volatilität auch nicht ohne.


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