Seite wählen

TIPS oder Aktien-ET...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

TIPS oder Aktien-ETFs gegen Inflation - was gehört ins Vorsorgedepot?

5 Beiträge
5 Benutzer
0 Reactions
3 Ansichten
Kritiker_77
Beiträge: 24
Themenstarter
(@kritiker_77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#14]

Hi Leute,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit dem Inflationsschutz für mein zukünftiges Altersvorsorgedepot. Die Diskussion um TIPS (Treasury Inflation-Protected Securities) vs. Aktien-ETFs lässt mir keine Ruhe.

Meine Überlegung: TIPS bieten direkten Inflationsschutz durch die Anpassung des Nennwerts, haben aber oft niedrige oder sogar negative Realzinsen. Aktien-ETFs können langfristig die Inflation schlagen, sind aber deutlich volatiler.

Jetzt im Sommer plane ich meine Strategie für 2027 und frage mich: Macht eine Mischung Sinn? Wie seht ihr das Verhältnis zwischen Sicherheit und Rendite? Bei der aktuellen Inflationsdiskussion bin ich echt unsicher, ob TIPS überhaupt noch attraktiv sind.

Habt ihr praktische Erfahrungen mit TIPS in deutschen Depots? Die Verfügbarkeit scheint ja auch nicht optimal zu sein. Oder setzt ihr komplett auf breit diversifizierte ETFs als Inflationsschutz?

Würde mich über eure Meinungen freuen, besonders von denen, die schon länger am Markt sind.


4 Antworten
Markus91
Beiträge: 6
(@markus91)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi zusammen,

ich kann die TIPS-Überlegungen verstehen, aber wie Tim98 schreibt - in Deutschland ist das echt umständlich. Hab selbst mal geschaut und die verfügbaren Fonds haben oft hohe TER.

Mein Tipp: Wenn du unbedingt Inflationsschutz willst, schau dir inflationsgeschützte Bundesanleihen an. Die gibt es auch als ETFs (z.B. iShares eb.rexx Government Germany Inflation-Linked). Ist wenigstens in Euro und ohne Währungsrisiko.

Aber ehrlich gesagt: Bei einem Anlagehorizont bis 2050+ würde ich primär auf Aktien-ETFs setzen. Die Inflation frisst dich nur auf, wenn du zu konservativ anlegst. Ein 70/30 Portfolio (World ETF/Anleihen-ETF) sollte langfristig jeden Inflationseffekt wegbügeln.


Antwort
ETFSparplan47
Beiträge: 27
(@etfsparplan47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich bin da ziemlich klar: ETFs all the way! TIPS sind in Deutschland einfach zu umständlich und teuer.

Wenn du wirklich Inflationsschutz willst, dann nimm einen MSCI World ETF mit niedrigen Kosten. Die großen Konzerne im Index können ihre Preise anpassen und haben oft Preissetzungsmacht. Das ist viel effektiver als TIPS.

Zusätzlich könnte man noch einen kleinen Anteil Rohstoff-ETFs beimischen, aber das ist optional. Hauptsache du bleibst bei den Basics: breit diversifiziert, niedrige Kosten, lange Laufzeit.


Antwort
Tim98
Beiträge: 28
(@tim98)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hey Kritiker_77,

ich hab mich auch schon mit TIPS beschäftigt, muss aber ehrlich sagen: In Deutschland ist das eher kompliziert. Die meisten Broker haben nur begrenzte Auswahl und die Kosten sind oft höher als bei normalen ETFs.

Meiner Erfahrung nach sind breit gestreute Aktien-ETFs langfristig der bessere Inflationsschutz. Klar, kurzfristig schwanken die mehr, aber über 20-30 Jahre haben Aktien historisch immer die Inflation geschlagen. TIPS können bei hoher Inflation sogar real negativ sein.

Ich würde für das Altersvorsorgedepot eher auf einen MSCI World oder All-World setzen. Die Unternehmen können ihre Preise anpassen und profitieren oft sogar von moderater Inflation. Bei TIPS bist du dagegen vom Staat abhängig und die Zinsentwicklung kann dir einen Strich durch die Rechnung machen.


Antwort
RentenPro47
Beiträge: 26
(@rentenpro47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Also ich sehe das etwas differenzierter. TIPS haben durchaus ihren Platz im Portfolio, aber nicht als Hauptanlage.

Das Problem mit der reinen ETF-Strategie ist, dass Aktien und Anleihen oft gleichzeitig fallen können - haben wir 2022 gesehen. TIPS bieten da wenigstens einen gewissen Puffer, auch wenn die Renditen mau sind.

Mein Ansatz für die Altersvorsorge: 80% breit diversifizierte ETFs (World + EM), 15% inflationsgeschützte Anleihen (TIPS oder deutsche Inflationsanleihen) und 5% Rohstoff-ETFs. Das gibt eine gewisse Balance zwischen Wachstum und Schutz. Wie ich schon mal geschrieben hab, kommt es auf die richtige Mischung an.


Antwort
Teilen: