Internationale ETFs...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Internationale ETFs im AVD: Wie wirkt sich USD/EUR auf langfr. Sparplan aus?

3 Beiträge
3 Benutzer
0 Reactions
15 Ansichten
Marco K.
Beiträge: 32
Themenstarter
(@marco89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#117]

Hallo zusammen,

als ich mich durch die verschiedenen ETF-Optionen für mein Altersvorsorgedepot ab 2027 durchgearbeitet habe, bin ich auf ein systematisches Problem gestoßen: Viele der besten globalen ETFs sind in Dollar notiert oder haben erhebliche US-Anteile. Jetzt frag ich mich:

Wie kalkuliert ihr das Währungsrisiko konkret in eure 40-Jahres-Planung ein? Wenn der Euro gegenüber dem Dollar schwächer wird, gewinne ich zwar nominal in Dollar, aber kaufe mir am Ende weniger Rentendinge dafür. Umgekehrt: Starker Euro = Rendite aufgebraucht.

Meine bisherige Analyse zeigt, dass z.B. ungehedgte MSCI World-ETFs historisch gut funktioniert haben, aber die Volatilität durch Währung auch deutlich höher ist als reine Euro-Produkte. Beim AVD mit Beitragsgarantie – macht Hedging Sinn, oder wird das durch die Gebührenstruktur aufgefressen?

Wie berücksichtigt ihr das in eurer Kostenanalyse zwischen Standard- und Vorsorgedepot?

Danke für konkrete Erfahrungen!


2 Antworten
CodeInvestor_87
Beiträge: 52
(@codeinvestor_87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Gute Frage, Marco. Ich hab das ähnlich systematisch angegangen und bin zu folgendem Modell gekommen:

Bei 40 Jahren ist Währungsrisiko eher ein Rauschfaktor als Trend – langfristig gleichen sich USD/EUR-Schwankungen statistisch aus, solange beide Zentralbanken inflationär handeln. Das heißt, ungehedgte MSCI World machen für mich Sinn.

Wo es kritisch wird: Die Gebührendifferenz zwischen ungehegdtem und gehegdtem ETF liegt oft bei 10-15 Basispunkten. Bei 40 Jahren und Zinseszins ist das erheblich. Meine Kalkulation: Ungehedgt kostet mich maybe 2-3% effektive Rendite durch Volatilität, aber Hedging kostet Jahr für Jahr messbar. Ungehedgt gewinnt.

Im AVD mit Garantiekomponente würde ich aber eher konservativ mischen – z.B. 60% Euro-Anleihenstrategie, 40% ungehedgte Equity-ETFs. Da puffert die Anleihenquote die Währungsschwankungen ab. Schau dir mal die Seite mit Nominalrendite vs. echtem Wachstum an – hab dort schon ähnliche Szenarien durchgerechnet.


Antwort
H.Weber
Beiträge: 59
(@h-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Marco, für mich als Geringverdiener ist das ehrlich gesagt sekundär – ich profitiere stärker von der Grundzulage prozentual als von Renditeoptimierungen. Aber: Meine Frau hat mir geraten, auf Euro-fokussierte Strategien zu gehen, weil wir eh hauptsächlich in Deutschland leben und ausgeben. USD-Gewinne sind nur Buchgewinne wenn ich altersgerecht wieder in Euro konvertiere.

Die neuen Möglichkeiten im AVD machen mir mehr Hoffnung als Currency-Tüfteln. Wie war das noch mit den Transparenzanforderungen beim AVD – wird da besser sichtbar, was an Währungskosten anfällt?


Antwort
Teilen: