Hallo zusammen,
ich plane mein Altersvorsorgedepot 2027 und überlege gerade, wie ich meine ETF-Auswahl strukturiere. Bisher fahre ich mit einem klassischen 70/30-Mix aus MSCI World und Emerging Markets, beide ungehEdged. Jetzt frag ich mich aber: Macht es Sinn, zumindest einen Teil der internationalen Positionen mit Währungshedging zu holen?
Der Hintergrund: Die nächsten 35+ Jahre bin ich auf Euro-Einkommen angewiesen. Wenn der Euro langfristig schwächer wird (was ja durchaus denkbar ist bei der Inflation und Divergenzen in der Eurozone), profitiere ich von ungehedgten ETFs. Andererseits könnte der Euro wieder erstarken, und dann sitze ich auf Wechselkursverlusten.
Meine Frage: Wie handhabe ich das praktisch im neuen Depot? Macht es Sinn, den MSCI World zu splitten (z.B. iShares Core MSCI World ungehedgt + einen gehedgten für Stabilität) oder bin ich da zu paranoid? Welche Broker bieten das flexibel an, wenn ich mit Förderung starten will?
Freue mich auf eure Gedanken!
Hallo Marcus W.,
ehrlich gesagt glaub ich nicht, dass du paranoid bist – das ist ne legitime Überlegung. Aber für meinen Fall hab ichs mir anders überlegt: Über 35+ Jahre hinweg würde ich das Hedging-Kostenargument nicht unterschätzen. Diese laufenden Kosten fressen dir über so nen langen Zeitraum echt was weg, und ob der Euro schwächer oder stärker wird – wer weiß das schon genau.
Mein Plan ist: Ich fahre ungehedgt, weil ich langfristig von ner diversifizierten Struktur ausgehe. Wenn ich in nen paar Jahren dann feststelle, dass mein Euro-Einkommen stabil bleibt und ich psychologisch besser schlafen kann, kann ich ja immer noch umschichten. Das Depot ist ja flexibel aufgebaut.
Was die Broker angeht – da müsste ich auch noch genauer recherchieren, welche das beste Angebot haben, wenn die Förderung ab 2027 startet. Vielleicht macht man da auch ne Forumsliste auf dazu?
Gruß
Marco