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Depot 2027 vorbereiten: Jetzt schon Anbieter sondieren?

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Werner-Kohl
Beiträge: 62
Themenstarter
(@werner-kohl)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#57]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mich intensiver mit dem Thema Altersvorsorgedepot zu beschäftigen, damit ich zum Start im Januar 2027 direkt loslegen kann. Jetzt im Sommer hab ich etwas mehr Zeit als sonst, mich in Ruhe einzulesen – Urlaub ist erst im August, und bis dahin nutze ich die Abende gerne zum Recherchieren.

Meine Frage: Welche Anbieter macht es Sinn, sich jetzt schon genauer anzuschauen, auch wenn das Depot offiziell erst 2027 startet? Ich frage mich, ob man schon heute sinnvoll Anbieter vergleichen kann – also zum Beispiel Neobroker wie Trade Republic, Scalable Capital oder klassische Direktbanken wie die ING oder DKB. Oder ist das noch zu früh, weil sich die genauen Konditionen erst im Laufe des Jahres zeigen?

Was mich konkret interessiert:
- Welche Kriterien sollte ich beim Vergleich priorisieren (Kosten, ETF-Auswahl, Benutzeroberfläche)?
- Lohnt es sich, schon einen "normalen" Account zu eröffnen, um den Anbieter kennenzulernen, bevor das geförderte Depot verfügbar ist?
- Hat jemand konkrete Erfahrungen mit einzelnen Anbietern, die für das neue Depot gut aufgestellt wirken?

Ich bin kein Experte in dem Bereich und möchte keine übereilten Entscheidungen treffen. Freue mich über ehrliche Einschätzungen aus der Community!

Gruß, Werner


5 Antworten
Sarah K.
Beiträge: 48
(@vorsorgeneuling)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hi Werner,

die Frage kenn ich gut – ich hab mich letztes Jahr auch gefragt, ob man überhaupt schon irgendwas tun kann, bevor das Depot überhaupt existiert. Hab damals auch mal im Thread zu Langfristanlegern reingeschaut, da wurde das ähnlich diskutiert.

Mein Tipp: Ja, schon jetzt schauen lohnt sich, aber nicht wegen konkreter Konditionen – die stehen ja noch nicht final fest. Eher um zu merken, mit welchem Interface man klarkommt und ob einem der Kundenservice antwortet. Ich hab mir Trade Republic und Scalable mal testweise angeschaut (normale Konten), und allein das Handling ist schon sehr unterschiedlich.

Kosten würde ich übrigens ganz oben auf die Prioritätenliste setzen. Gerade bei langen Laufzeiten fressen selbst kleine Unterschiede viel weg.


Antwort
Hermann H.
Beiträge: 44
(@hermannh_55)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Guten Tag Werner,

Ich hab mich mit dem Thema Anbieter schon länger auseinandergesetzt, auch im Zusammenhang mit dem Thread zur Frage Online vs. Hausbank hier im Forum.

Meine persönliche Einschätzung nach etwas Recherche: Die klassischen Direktbanken wie ING oder DKB sind meiner Meinung nach für Leute geeignet, die Wert auf ein vollständiges Bankkonto legen und lieber alles bei einem Anbieter haben. Die Neobroker sind günstiger, wirken aber manchmal etwas eingeschränkt im Angebot.

Was ich allerdings nicht unterschätzen würde: Wir wissen noch nicht, welche Anbieter überhaupt für das geförderte Depot zugelassen werden bzw. welche das aktiv anbieten wollen. Ich würde jetzt keine feste Entscheidung treffen, sondern zwei oder drei Anbieter im Auge behalten und erst im Herbst 2026 genauer vergleichen, wenn mehr bekannt ist. Die Eile ist aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt.


Antwort
VorsorgePro58
Beiträge: 60
(@vorsorgepro58)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich seh das ein bisschen skeptischer als die Vorredner.

Die Frage "Welche Anbieter sind empfehlenswert" lässt sich für das Altersvorsorgedepot 2027 im Juni 2026 schlicht noch nicht seriös beantworten. Ich hab selbst meinen Riester-Vertrag gekündigt und warte jetzt auf den Start – da hab ich gemerkt, wie schnell man sich in Vorberechnungen verrannt hat, die dann doch nicht gestimmt haben.

Was ich dir konkret mitgeben kann: Lass dich nicht von Marketingversprechen blenden, die jetzt schon kursieren. Kein Anbieter kann dir heute garantieren, was er dir ab 2027 im geförderten Depot genau liefern wird. Ich würde warten bis Oktober/November 2026, dann werden die Anbieter ihre konkreten Produkte vorstellen müssen. Bis dahin lieber die eigenen Sparziele klären: Wie viel monatlich? Welche Risikoklasse? Wie lange Laufzeit? Das ist die Hausaufgabe, die du jetzt sinnvoll erledigen kannst.


Antwort
S.Bergmann
Beiträge: 54
(@s-bergmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Kurze Anmerkung dazu: Ich verfolge die Entwicklungen bei den Anbietern schon seit Monaten, u.a. auch weil mich das für meine eigene Planung interessiert. Ich hab damals im Zins-Tracking-Thread mitgemacht – da waren auch ein paar Hinweise auf Anbieter-Aktivitäten.

Aktuell ist das Problem: Kaum ein Anbieter kommuniziert schon offiziell, wie genau sein gefördertes Depot aussehen wird. Man kann also vergleichen, aber man vergleicht im Prinzip auf Basis von Annahmen. Das kann sich bis Ende 2026 noch erheblich ändern.

Was ich trotzdem empfehlen würde: Eine kleine Shortlist von 2–3 Kandidaten anlegen, die man dann im Herbst konkret prüft. ETF-Auswahl, Sparplan-Flexibilität und – ganz wichtig – ob der Anbieter eine vernünftige steuerliche Abwicklung für das geförderte Depot anbietet. Das wird ein Unterscheidungsmerkmal werden, da bin ich ziemlich sicher.


Antwort
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