Hallo zusammen, ich bin 26 und habe noch einen älteren Riester-Vertrag laufen, den ich vor ein paar Jahren abgeschlossen habe. Jetzt stelle ich mich auf die neue Altersvorsorgedepot-Welt 2027 ein – ich bin Freelancerin, verdiene unregelmäßig, darum keine gesetzliche Rente.
Meine Frage: Lohnt sich der Wechsel vom alten Riester ins neue Depot wirklich? Ich habe gelesen, dass das AltZertG bestimmte Förderregeln mitbringt, aber mir ist noch nicht klar, wie sich die Effektivkosten im Vergleich auswirken. Der Riester kostet mich ca. 0,8–1,2% pro Jahr (geschätzt), und ich habe auch keine großen Zulagen mitgenommen, weil die Bedingungen für Selbständige ja eher mau sind.
Wenn ich dann 2027 starte: Kann ich beliebig viele ETFs ins Depot packen oder gibt es da Grenzen? Und wie wird die Förderung berechnet – bekomme ich da wirklich mehr raus als beim Riester?
Danke für Tipps!
Hallo Sarah, sehr gute Frage! Bei uns war genau das der Umstiegspunkt – wir haben gekuckt, ob sich die alte Riester-Police noch lohnt oder ob das neue Depot 2027 flexibler ist. Die Effektivkosten sind da ein großer Faktor. Mit ETFs im neuen Depot kommst du bei guten Anbietern locker unter 0,3% TER, dazu kommt die Grundzulage und bei Kindern auch die Kinderzulage. Das schlägt deine 0,8–1,2% deutlich. Wichtig: Bei Selbständigen ist die Sache mit der Förderung etwas anders gelegen als bei Arbeitnehmern – da solltest du nochmal in die AltZertG-Regelungen schauen, ob du überhaupt vollständig förderungsberechtigt bist. Falls ja, dann ist das Depot fast immer besser. Schau mal hier rein – da wird die Förderlogik gut erklärt. Zur ETF-Anzahl: Es gibt keine starre Obergrenze, aber sinnvoll sind meistens 1–4 ETFs, nicht zwanzig.