Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit Jahren mit Effektivkosten und Gebührenstrukturen – und mir ist aufgefallen, dass viele Anbieter beim neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 unterschiedliche Gebührenmodelle für Einzelaktien versus ETFs haben werden.
Meine Frage zielt auf ein anderes Problem: Wenn ich beim AVD 2027 gezielt ein paar Einzelaktien (sagen wir 5-10% des Depotvolumens) mit aufnehme – weil ich da echt gut informiert bin – fällt das Risikomanagementsystem der meisten Anbieter dann genauso scharf durch? Oder gibt es beim Altersvorsorgedepot strengere Regulierungen dazu, wie viel Einzelaktienrisiko "erlaubt" ist?
Ich will nicht in die Kostenfalle tappen, indem ich ein vermeintlich günstiges Depot wähle, das dann mein Risikoprofil ständig anfechtet oder Gebühren für spekulativen Handel abzieht. Wie checke ich das 2026 schon ab, bevor ich dort einsteige?
Danke für eure Erfahrungen!
Hi Thomas,
interessante Frage – ich bin 26 und versuche gerade, das mit dem Standarddepot vs. freier Gestaltung zu verstehen (hatte da ja vorher schon ein paar Fragen zu, siehe meinen Post zu Lebensphase-Simulation).
Aus dem wenigen, was ich bisher über die neuen Regeln 2027 gelesen habe, scheint es so zu sein, dass die Anbieter selbst definieren dürfen, wie viel Einzelaktien im Depot erlaubt sind – solange es zum deklarierten Risikoprofil passt. Also wenn du "Wachstum" oder "Chancenorientiert" wählst, sollten 5-10% Einzelaktien vermutlich ok sein. Aber ich würde nicht darauf wetten, dass alle Banken das gleich handhaben.
Mein Gefühl sagt mir: Frag die Anbieter direkt, bevor 2027 losgeht. Und schau, ob es versteckte Einzelaktien-Gebühren gibt. Das war ja bei Riester teilweise mega ärgerlich.
LG Lisa