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Immobilien-ETFs im AVD-Rechner: Wie realistische Rendite ansezten?

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Jan R.
Beiträge: 12
Themenstarter
(@j-richter)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#67]

Hallo zusammen,

ich bin Anfang 30 und beschäftige mich seit ein paar Wochen intensiver mit dem neuen Altersvorsorgedepot, das ja 2027 starten soll. Ich möchte endlich systematisch fürs Alter vorsorgen und nicht mehr nur irgendwie Geld auf dem Tagesgeldkonto liegen lassen.

Mein konkretes Interesse: Ich will nicht nur in klassische Aktien-ETFs investieren, sondern auch einen Teil in Immobilien-ETFs (REITs). Mich fasziniert der Gedanke, über ETFs quasi an Immobilien beteiligt zu sein, ohne selbst eine Wohnung kaufen zu müssen.

Jetzt sitze ich vor verschiedenen Sparplanrechnern und bin etwas ratlos: Welche Renditeerwartung soll ich für Immobilien-ETFs bzw. REIT-ETFs realistisch ansetzen? Die Zahlen, die ich online finde, schwanken enorm – zwischen 4% und 9% je nach Zeitraum und Region. Ich weiß nicht, ob ich da eher konservativ rechnen soll oder ob bestimmte Indizes historisch besser abschneiden.

Außerdem frage ich mich, ob es bei REITs Besonderheiten gibt, die ich in einem Vorsorgerechner berücksichtigen muss – z.B. Dividendenausschüttungen, die dann wieder angelegt werden, oder steuerliche Besonderheiten.

Gibt es hier Leute, die das schon durchgerechnet haben oder gute Quellen kennen? Was nehmt ihr als Renditeerwartung und wie geht ihr methodisch vor? Bin für jeden Tipp dankbar, auch wenn es erstmal nur Grundlagen sind.


1 Antwort
Thomas-Berger
Beiträge: 58
(@thomas-berger)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Hallo Jan R.,

ich bin da ganz bei dir – als Selbstständiger muss ich mich auch intensiv damit auseinandersetzen. Bei REITs würde ich eher konservativ rechnen, so 5-6% langfristig. Die höheren Renditen, die man teilweise liest, sind oft an spezifische Phasen oder Regionen gebunden und nicht wirklich reproduzierbar.

Das wichtigste bei Immobilien-ETFs: Die Dividendenausschüttungen sind für dich im AVD eigentlich ein Plus, weil die automatisch wieder angelegt werden können und so Zinseszinseffekte entstehen. Thesaurierende REIT-ETFs sind da natürlich noch praktischer.

Für meine eigene Planung nutze ich die historischen Renditen der letzten 10-15 Jahre als Basis und rechne dann eher 0,5-1% ab. Das ist zwar konservativ, aber ehrlich gesagt schlafe ich damit besser.

Ein Tipp: Schau dir mal die Factsheets von großen REIT-Indizes an – da findest du oft langfristige Performance-Daten. Damit kannst du dann auch in deinem Rechner realistischere Szenarien durchspielen.

Viel Erfolg dabei!


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