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Selbständige: Sparrate ohne Arbeitgeberzuschuss kalkulieren

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Kritikus_78
Beiträge: 45
Themenstarter
(@kritikus_78)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#155]

Moin zusammen,

ich bin seit gut 8 Jahren selbständig und mache mir jetzt erst mal konkrete Gedanken zum neuen Altersvorsorgedepot ab 2027. Das Problem: Ich habe keinen Arbeitgeberzuschuss und muss die ganze Sparrate selbst aus meinem Gewinn finanzieren.

Die meisten Rechner-Tools, die ich bisher gefunden habe, scheinen für angestellte Personen optimiert zu sein – die rechnen immer mit einem AG-Zuschuss oder nehmen den einfach raus. Aber für meine Planung ist das entscheidend: Wenn ich z.B. 300€/Monat sparen will, muss ich das komplett selbst verdienen. Das bedeutet, ich muss real vielleicht 400–450€ brutto generieren, um nach Steuern und SV-Beiträgen die 300€ erübrigen zu können.

Wie kalkuliert ihr das realistisch? Nutzt ihr einen Sparplanrechner und multipliziert dann einfach hoch? Oder gibt es Tools, die den gesamten Selbständigen-Kontext abbilden – also Steuerlast, Krankenversicherung, variable Einnahmen?

Und noch eine grundsätzlichere Frage: Macht es für mich als Selbständige Sinn, überhaupt mit festen monatlichen Raten zu planen, oder sollte ich eher flexibler denken (z.B. Einmalzahlungen aus besseren Geschäftsjahren)?


1 Antwort
Frank_78
Beiträge: 63
(@frank_78)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Das ist eine gute Frage, die ich selber lange unterschätzt habe. Bei mir war es ähnlich – ich bin jetzt wieder angestellt, aber damals als Selbständiger hätte ich mir auch gewünscht, dass Rechner transparenter machen, wie viel Brutto-Einkommen ich tatsächlich einfahren muss, um eine bestimmte Netto-Sparquote zu halten.

Mein Tipp: Arbeite mit Szenarien statt festen Raten. Kalkurieren Sie für ein schlechtes, mittleres und gutes Jahr – dann sehen Sie schnell, was realistisch ist. Bei flexiblen Einnahmen halte ich auch Einmalzahlungen für klüger als dogmatische Monatsraten. Im AVD 2027 haben Sie da ja Spielraum.

Zum Rechner-Problem: Die standardisierten Tools helfen nicht wirklich weiter. Ich würde mir für 2027 ein Excel-Modell bauen, das Ihre tatsächliche Steuerlast und KV-Sätze abbildet – dann einen fiktiven Netto-Zielwert umrechnen auf das erforderliche Brutto. So sehen Sie ehrlich, was es kostet.


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