Hallo zusammen,
als Rentner beschäftige ich mich intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 und habe eine grundsätzliche Frage zur Struktur eines ETF-Depots in meiner Situation.
Ich bin bereits in Rente, aber meine beiden erwachsenen Kinder sind noch berufstätig. Meine Frage: Macht es überhaupt Sinn, jetzt noch selbst ins Altersvorsorgedepot 2027 einzusteigen und mehrere ETFs zu besparen? Oder sollte ich mich eher darauf konzentrieren, die beitragsproportionale Förderung für meine Kinder zu koordinieren – eventuell sogar mit der Kinderzulage kombiniert?
Und wenn ich doch selbst ein ETF-Depot aufbau: Brauche ich wirklich 5-6 verschiedene ETFs, oder reichen 2-3 völlig aus? Bei der nachgelagerten Besteuerung später zählt ja auch jeder Euro.
Wer hat ähnliche Überlegungen gemacht?
Gerhard
Lieber Gerhard,
schön, dass du dich so intensiv damit auseinandersetzt! Zu deiner Frage: Für deine Kinder lohnt sich das Depot auf jeden Fall – die Kombination aus Grundzulage und eventueller Kinderzulage ist wirklich attraktiv. Ich habe mich intensiv mit der Kinderzulage beschäftigt (siehe meinen Thread von damals) und kann sagen: Das sollte definitiv genutzt werden.
Für dich selbst als Rentner ist es eine andere Rechnung. Mit bereits fortgeschrittenem Anlagehorizont würde ich eher zu 2-3 breit gestreuten ETFs raten – etwa World, EM und maybe eine kleinere Anleihe-Komponente. Die nachgelagerte Besteuerung ist tatsächlich ein wichtiger Punkt, den viele unterschätzen.
Die Frage ist weniger "wie viele" sondern "wie zweckmäßig". Mehr ETFs = mehr Komplexität, nicht mehr Rendite.
RentenPro67