Hallo zusammen, ich bin nach einer beruflichen Auszeit wieder am Start und möchte ab Januar 2027 mit dem Altersvorsorgedepot strukturiert wieder einsteigen. Dabei habe ich eine grundsätzliche Frage, die mich beim Planen immer wieder beschäftigt: Wie viele ETFs sind eigentlich sinnvoll?
Ich sehe im Netz ständig unterschiedliche Strategien – manche Leute schwören auf 3-4 ETFs als Basis (Welt, Schwellenländer, Anleihen, vielleicht noch Immobilien), andere haben 10+ im Depot. Beim Durchrechnen meiner Vorsorgelücke merke ich, dass ich nicht einfach wild zusammenkaufen kann, sondern strategisch vorgehen muss.
Meine Frage: Gibt es eine Art Faustregel für die Depot-Komplexität, die zum Geförderten Altersvorsorgedepot 2027 passt? Spielt es eine Rolle, wie lange ich ansparen kann, bevor die Förderung kommt? Und wo liegt das Risiko – zu wenig Streuung vs. zu viel Komplexität?
Ich würde gerne Sparplanrechner nutzen, um konkrete Szenarien durchzuspielen, aber vorher brauch ich ein Grundverständnis dafür, wie granular ich wirklich werden muss. Danke für eure Erfahrungen!
Praktisch gesprochen: Ich fahre mit Standarddepot-Strategien – da sind oft 4 ETFs als Standard vorgegeben. Die Anbieter haben das bewusst so gelöst, damit's überschaubar bleibt. Für Zeitrenten-Übergänge später ist das auch viel einfacher, wenn du nicht 10 Positionen auflösen musst. Meine Empfehlung: Der Standardrahmen 2027 ist hier dein bester Anker.
Barbara, ich arbeite das gerade selbst systematisch durch. Die Faustregel bei beitragsproportionaler Förderung lautet: 3-5 ETFs sind das Optimum zwischen Diversifikation und Effizienz. Aber entscheidend ist die TER im Mix – wenn du z.B. mehrere teure ETFs nimmst (0,5%+), frisst die Kostenquote die Förderung teilweise wieder auf.
Mein Ansatz: Lieber einen hochwertigen, breiten MSCI World für 0,2% als zwei spezialisierte für je 0,4%. Die Effektivkosten nach Förderung sind dann einfach besser zu berechnen. Das wird ab 2027 mit den neuen Transparenzanforderungen wichtiger.