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Inflation + Zinswende: Wie kalkuliere ich die Förderung bei Anleihen-Mix richtig?

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Andreas-Richter
Beiträge: 28
Themenstarter
(@andreas-richter)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#290]

Hallo zusammen,

als Steuerberater bereite ich gerade mehrere Mandanten auf das Altersvorsorgedepot 2027 vor. Dabei stellt sich mir eine konkrete Frage zur Inflationsabsicherung, die ich bislang nicht befriedigend geklärt habe:

Wenn ich eine Kombination aus Rohstoff-ETFs (zur Inflation-Hedge) und europäischen Anleihen-ETFs (wegen der aktuellen Zinsphase) fahre – wie wirkt sich das auf die Förderquote aus? Konkret: Zählt die gesamte Sparquote als beitragsgebunden für die Förderung, oder gibt es Einschränkungen bei Rohstoff-Positionen?

Dazu eine zweite Überlegung: Die Zinswende ist ja längst nicht vorbei. Wenn Anleihen-ETFs weiter unter Druck geraten, macht es Sinn, lieber in einen breiteren Welt-Aktien-ETF zu gehen und die Inflationssicherung über Rohstoffe zu bauen – oder ist das zu zersplittert für die Förderlogik?

Ich finde da keine klare Antwort in den bisherigen Gesetzestexten. Wie seht ihr das praktisch?


2 Antworten
C.Hoffmann
Beiträge: 24
(@c-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Da stimme ich Heinrich zu – aber mit einer Warnung: Ich bin gerade dabei, selbst wieder reinzusteigen, und das Thema Risikomanagement ist für mich zentral. Rohstoff-ETFs sind *volatiler* als viele denken. Wenn du als Berater Mandanten mit längeren Zeiträumen hast, okay. Aber für jemanden wie mich, der nach 12 Jahren neu anfängt, wäre das zu nervös.

Meine Strategie: Erst ein solides Basis-Portfolio (70% Welt-Aktien, 30% gute Anleihen), und dann erst später überlegen, ob Rohstoffe rein. Die Förderung läuft ja nicht weg. Kleiner Hinweis: schau dir auch an, wie oft dein Portfolio rebalancieren musst – das kostet bei hoher Volatilität.


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Heinrich67
Beiträge: 60
(@heinrich67)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Interessante Frage, Andreas. Ich verfolge das Thema auch genau – habe ja schon in den älteren Threads zu ETF-Zulassung nachgehakt.

Was ich verstanden habe: Die Förderung knüpft an den *angesparten Betrag* an, nicht an die einzelne ETF-Position. Also egal wie du mischst – die komplette Sparrate wird gefördert, solange die ETFs selbst zugelassen sind. Rohstoff-ETFs müssen aber auf der weißen Liste stehen.

Bei den Anleihen: Das wird spannend, wenn die Kurse fallen. Für meine Enkel würde ich mittelfristig eher durchhalten als zu wechseln. Deine Zersplitterung ist aber kein Problem – besser diversifiziert als konzentriert.


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