Hallo zusammen,
als Steuerberater bereite ich gerade mehrere Mandanten auf das Altersvorsorgedepot 2027 vor. Dabei stellt sich mir eine konkrete Frage zur Inflationsabsicherung, die ich bislang nicht befriedigend geklärt habe:
Wenn ich eine Kombination aus Rohstoff-ETFs (zur Inflation-Hedge) und europäischen Anleihen-ETFs (wegen der aktuellen Zinsphase) fahre – wie wirkt sich das auf die Förderquote aus? Konkret: Zählt die gesamte Sparquote als beitragsgebunden für die Förderung, oder gibt es Einschränkungen bei Rohstoff-Positionen?
Dazu eine zweite Überlegung: Die Zinswende ist ja längst nicht vorbei. Wenn Anleihen-ETFs weiter unter Druck geraten, macht es Sinn, lieber in einen breiteren Welt-Aktien-ETF zu gehen und die Inflationssicherung über Rohstoffe zu bauen – oder ist das zu zersplittert für die Förderlogik?
Ich finde da keine klare Antwort in den bisherigen Gesetzestexten. Wie seht ihr das praktisch?
Da stimme ich Heinrich zu – aber mit einer Warnung: Ich bin gerade dabei, selbst wieder reinzusteigen, und das Thema Risikomanagement ist für mich zentral. Rohstoff-ETFs sind *volatiler* als viele denken. Wenn du als Berater Mandanten mit längeren Zeiträumen hast, okay. Aber für jemanden wie mich, der nach 12 Jahren neu anfängt, wäre das zu nervös.
Meine Strategie: Erst ein solides Basis-Portfolio (70% Welt-Aktien, 30% gute Anleihen), und dann erst später überlegen, ob Rohstoffe rein. Die Förderung läuft ja nicht weg. Kleiner Hinweis: schau dir auch an, wie oft dein Portfolio rebalancieren musst – das kostet bei hoher Volatilität.
Interessante Frage, Andreas. Ich verfolge das Thema auch genau – habe ja schon in den älteren Threads zu ETF-Zulassung nachgehakt.
Was ich verstanden habe: Die Förderung knüpft an den *angesparten Betrag* an, nicht an die einzelne ETF-Position. Also egal wie du mischst – die komplette Sparrate wird gefördert, solange die ETFs selbst zugelassen sind. Rohstoff-ETFs müssen aber auf der weißen Liste stehen.
Bei den Anleihen: Das wird spannend, wenn die Kurse fallen. Für meine Enkel würde ich mittelfristig eher durchhalten als zu wechseln. Deine Zersplitterung ist aber kein Problem – besser diversifiziert als konzentriert.