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ESG-ETFs im Altersvorsorgedepot: Gewissen beruhigen oder Rendite opfern?

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Nadine K.
Beiträge: 40
Themenstarter
(@nadine_1985)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#284]

Hallo zusammen,

ich bin gerade wieder in die Erwerbstätigkeit zurück und möchte ab 2027 das neue Altersvorsorgedepot für mich und meine beiden Kinder nutzen. Die Grund- und Kinderzulagen sind für mich ein großer Motivator, endlich wieder systematisch fürs Alter zu sparen.

Jetzt die Frage, die mir nicht aus dem Kopf geht: Viele empfehlen ESG-ETFs als "nachhaltige" Lösung. Aber ich habe gelesen, dass das oft nur Greenwashing ist – dass Unternehmen einfach umklassifiziert werden und man am Ende kaum einen echten Impact hat. Gleichzeitig haben ESG-ETFs teilweise höhere TERs oder niedrigere Renditen.

Wenn ich mit der Grund- und Kinderzulage schon einen kleinen Boost habe, sollte ich das nicht eher in kostengünstige Standard-ETFs investieren statt in teurere ESG-Varianten? Oder denke ich zu kurzfristig? Ich würde gerne mit gutem Gewissen sparen, aber nicht auf Kosten der Altersvorsorge meiner Kinder.

Wie seht ihr das – habt ihr euch für oder gegen ESG entschieden und warum?


2 Antworten
Werner M.
Beiträge: 11
(@werner57)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Nadine, gute Frage. Nach 25 Jahren in der Immobilie hab ich gelernt: Echte Nachhaltigkeit kostet meistens tatsächlich was – oder sie ist Marketing. Bei ESG-ETFs sehe ich das ähnlich.

Mein praktischer Tipp: Schau dir nicht die TER allein an, sondern den tatsächlichen Kostenunterschied über 20 Jahre zu einem klassischen MSCI World. Bei 10.000€ Jahressparbeitrag und 0,15% TER-Unterschied reden wir über ein paar hundert Euro. Wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist, kann das der Preis sein. Wenn dir Maximale Rendite wichtig ist, nimm den günstigen.

Eine falsche Antwort gibt's hier nicht – nur eine ehrliche. Die Zulagen sind tatsächlich zu wertvoll, um sie durch überteuertes Greenwashing zu verschwenden. Aber echte nachhaltige ETFs kosten heute nicht mehr die Welt.


Antwort
Sarah K.
Beiträge: 48
(@vorsorgeneuling)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich versteh deine Unsicherheit total. Ich bin selbst noch am Anfang mit dem ganzen Thema – bin 26 und hab mich bisher eher mit den Gebühren-Fallen bei Tagesgeldkonten beschäftigt, haha. Aber bei ESG-ETFs im neuen Depot würde ich ehrlich sagen: Die TER-Unterschiede sind oft marginal geworden. Vor ein paar Jahren wars noch krasser, aber mittlerweile gibt's gute ESG-ETFs unter 0,2%. Das sollte dann nicht mehr der Grund sein.

Aber ob der echte Impact stimmt – keine Ahnung. Das ist wahrscheinlich auch ne sehr persönliche Entscheidung. Mich würde interessieren, was die erfahreneren hier dazu sagen.


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