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Kinderzulage 2027: Wer gilt wirklich als förderberechtigt?

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Markus B.
Beiträge: 27
Themenstarter
(@zweifler_1978)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#163]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit einigen Wochen intensiv mit dem neuen Geförderten Altersvorsorgedepot 2027 – konkret geht es mir um die Kinderzulage für meine drei Kinder. Die Politik wirbt ja damit, dass die Förderung besonders für Familien attraktiv sei, aber ich bin da gelinde gesagt skeptisch. Erfahrungsgemäß stecken solche Versprechen voller Ausnahmen, die man erst im AltZertG findet, wenn man genau hinliest.

Meine konkreten Fragen:

Erstens: Wer gilt überhaupt als förderberechtigt, um die Kinderzulage zu erhalten? Reicht es, dass ich als Elternteil selbst förderberechtigter Sparer bin, oder muss das Kind selbst irgendwelche Bedingungen erfüllen? Gibt es Altersgrenzen, ab oder bis wann die Zulage läuft?

Zweitens: Muss die Zulage aktiv beantragt werden, oder passiert das automatisch über den Anbieter? Ich frage, weil ich schon beim alten Riester-System erlebt habe, wie schnell man in eine Falle tappt, wenn der Antrag nicht korrekt gestellt wird.

Drittens: Was passiert, wenn sich die familiäre Situation ändert – z.B. bei Trennung oder wenn ein Kind nicht mehr kindergeldberechtigt ist? Gibt es da Rückforderungsrisiken?

Ich will für alle drei Kinder separate Verträge abschließen, aber erst wenn ich wirklich verstanden habe, was das Kleingedruckte sagt. Falls jemand das AltZertG da schon durchgearbeitet hat – ich bin für jeden Hinweis dankbar.


2 Antworten
WolfgangK
Beiträge: 40
(@wolfgangk)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurze Ergänzung von mir: Bei der Frage, ob das für drei Kinder wirklich lohnt, würde ich auch mal schauen wie sich das mit der Frühstart-Rente kombiniert, falls die Kinder selbst irgendwann eigene Verträge abschließen. Das kann langfristig interessanter sein als drei elterliche Verträge mit Kinderzulage.


Antwort
Sabine91
Beiträge: 57
(@sabine91)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Heinz hat das schon ganz gut zusammengefasst. Ich würde noch ergänzen: Die Altersgrenzen für Kinder orientieren sich am Kindergeldanspruch, also grob bis 18, bei Ausbildung oder Studium auch länger – das ist aber nichts neues und war beim Riester identisch.

Was ich persönlich für wichtiger halte und was gerne übersehen wird: Die Kinderzulage erhöht zwar den Zulagebetrag, aber sie verändert auch den Mindesteigenbeitrag, den du leisten musst, um die volle Förderung zu bekommen. Das solltest du für drei Kinder wirklich durchrechnen. Ich hab dazu übrigens diesen Thread zur Steuererklärung 2026 als nützlich empfunden, da wurde das Zusammenspiel von Eigenbeitrag und Zulage ganz gut erklärt.

Deine Skepsis gegenüber dem Kleingedruckten ist berechtigt, aber ich würde das neue Depot jetzt nicht pauschal schlechtreden. Die Reform hat einige der alten Riester-Probleme adressiert. Ob ausreichend – da kann man unterschiedlicher Meinung sein.


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