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Beitragsproportionale Förderung im ETF-Depot: Was ändert sich konkret?

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Markus77
Beiträge: 25
Themenstarter
(@markus77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#170]

Hallo zusammen,

ich mache mir gerade im Sommer die Zeit, meine Unterlagen zur neuen Altersvorsorge 2027 durchzuarbeiten – und ein Punkt beschäftigt mich dabei besonders: die beitragsproportionale Förderung im Kontext eines ETF-Depots.

Bei Riester war das System aus meiner Sicht immer etwas schief konstruiert. Wer wenig verdient und wenig einzahlen kann, hat zwar anteilig eine hohe Zulage bekommen, aber der Gesamtbetrag war im Depot trotzdem gering. Wer dagegen mehr einzahlt, kam bei Riester oft schlechter weg, weil die Zulagen deckelnden Effekte hatten. Ich hoffe, das Altersvorsorgedepot 2027 macht das anders – und nach meinem Verständnis tut es das auch, indem die Förderung wirklich proportional zum eingezahlten Beitrag steigt.

Meine konkrete Frage: Hat jemand schon durchgerechnet, wie sich das auf verschiedene ETF-Sparraten auswirkt? Also z.B. 100 Euro/Monat vs. 200 Euro/Monat – wirkt sich die beitragsproportionale Förderung da linear aus oder gibt es Schwellen, bei denen sich ein Mehr an Einzahlung besonders lohnt oder umgekehrt weniger bringt?

Ich frage auch deshalb, weil ich nach Jahren mit Riester endlich mal ein Depot haben möchte, das ich wirklich flexibel mit ETFs befüllen kann, ohne ständig auf irgendwelche Garantieauflagen oder starre Produktvorgaben achten zu müssen.

Freue mich über Erfahrungen oder Rechenbeispiele aus der Community!


2 Antworten
Karsten B.
Beiträge: 11
(@karstenbohle)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage, die ich mir auch schon gestellt habe. Soweit ich das bisher recherchiert habe, ist die Förderung tatsächlich linear bis zum maximalen Förderbetrag – also keine versteckten Sprünge oder Schwellenwerte innerhalb der Fördergrenzen. Das bedeutet: 200€/Monat bringt dir in etwa doppelt so viel Förderung wie 100€, solange du unter dem Fördermaximum bleibst.

Wo es dann aber spannend wird, ist die Effektivkostenbetrachtung des ETF-Depots drum herum. Ich vergleiche das gerade für mich systematisch – je höher dein Sparvolumen, desto stärker fallen prozentuale Kostenunterschiede zwischen Anbietern ins Gewicht. Bei 100€/Monat ist ein Kostenunterschied von 0,2% TER weniger dramatisch als bei 500€/Monat über 20 Jahre.

Das Thema Förderberechtigte ist dabei auch nicht ganz unwichtig. Je nachdem ob du pflichtversichert bist oder als Selbständiger zulagenanspruchsberechtigt bist, kann sich die konkrete Förderhöhe ja unterscheiden – das beeinflusst dann die Gesamtrechnung.

Kurz gesagt: Linear ja, aber die ETF-Kosten daneben nicht aus dem Blick verlieren. Das ist aus meiner Sicht mindestens genauso entscheidend wie die Förderquote selbst.


Antwort
Heinz B.
Beiträge: 15
(@h-bergmann65)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich bin zwar eher auf der Garantieseite unterwegs und kein ETF-Spezialist – das habe ich auch im Thread zur Depotbank-Frage schon erwähnt – aber zur beitragsproportionalen Förderung kann ich kurz was sagen: Nach meinem Verständnis gibt es einen Förderhöchstbetrag, bis zu dem die Förderung anteilig steigt. Wer also monatlich mehr einzahlt, bekommt mehr Förderung, aber eben nur bis zu dieser Obergrenze. Ob es innerhalb dieses Rahmens besondere Schwellen gibt, die sich für ETF-Sparer unterschiedlich auswirken, weiß ich ehrlich gesagt nicht genau. Ich würde da nicht zu viel reininterpretieren wollen bevor das System wirklich live ist und erste echte Zahlen vorliegen. Für jemanden der wie du auf ETFs setzt mag das Thema anders zu bewerten sein als für mich, aber die Grundstruktur sollte für alle gleich gelten.


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