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Eigenheim als Altersvorsorge: Mythos oder sinnvolle Strategie?

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Marcus H.
Beiträge: 21
Themenstarter
(@marcusheld)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#357]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich intensiv mit dem AVD 2027 und bin dabei auf eine grundlegende Frage gestoßen, die mich nicht loslässt: Wie wirkt sich der Kauf einer Eigenimmobilie eigentlich langfristig auf meine Altersvorsorgestrategie aus – insbesondere im Vergleich zur vollständigen Nutzung der Förderung durch das neue Depot?

Die klassische Argumentation kennt jeder: "Wer ein Haus abbezahlt hat, spart sich später die Miete." Logisch. Aber wenn ich den Kaufpreis + Kaufnebenkosten als entgangene Ersparnisse im AVD 2027 betrachte – mit Grundzulage, Berufseinsteigerbonus und nachgelagerter Besteuerung – wird die Rechnung komplexer. Der Bonus beim Einstieg ist ja nicht zu verachten, besonders wenn man früh anfängt.

Meine konkrete Frage: Gibt es hier jemanden, der beide Szenarien durchgerechnet hat? Wie sieht es mit der steuerlichen Behandlung von Mieteinnahmen aus einer Eigenimmobilie aus, wenn ich diese später vermiete, um eine Rente zu generieren – insbesondere unter Berücksichtigung der nachgelagerten Besteuerung des AVD 2027? Oder sollte man das einfach separat von der Altersvorsorge betrachten?

Freue mich auf eure Perspektiven.


1 Antwort
Marco K.
Beiträge: 32
(@marco89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Interessante Frage. Ich habe das mal für meine eigene Situation durchgerechnet und ein paar Dinge kristallisieren sich heraus:

Der Berufseinsteigerbonus im AVD 2027 ist tatsächlich ein starkes Argument. Bei maximalem Einstiegssparplan (etwa 1.000€/Monat) addiert sich die Förderung ganz erheblich auf – das ist echtes Geld, das der Immobilienerwerb dir nicht bietet. Und die nachgelagerte Besteuerung ist relevant: Wenn dein Depot über Jahrzehnte wächst und du dann im Alter eine niedrigere Steuerquote hast, spart das real Steuern gegenüber dem Einkommen während der Erwerbstätigkeit.

ZUM KERN: Eine Eigenimmobilie und das AVD 2027 sind nicht eins-zu-eins vergleichbar. Die Immobilie ist ein Inflationsschutz + psychologische Sicherheit + Gestaltungsfreiheit im Alter. Das AVD 2027 ist optimierte Steuerförderung + Flexibilität + Diversifikation.

Was ich interessant finde: Man könnte auch hybrid denken. Erst maximal den AVD 2027 mit Bonus nutzen (3–5 Jahre), dann parallel zum Immobilienerwerb sparen. Aber das erfordert ordentliches Einkommen. Hast du ein bestimmtes Einstiegsgehalt im Kopf?


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