Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Frage, wie alternative Anlageformen – speziell Immobilien-Crowdinvesting – in eine Frühstart-Rente-Strategie ab 2027 passen. Bisher habe ich mich hauptsächlich mit ETF-Portfolios und deren Effektivkosten auseinandergesetzt, aber jetzt interessiert mich, ob solche Crowdinvesting-Plattformen wirklich eine sinnvolle Ergänzung sind.
Meine Überlegung: Wenn ich mit 30+ noch 30+ Jahre bis zur Rente habe, könnten höhere nominale Renditen (oft 5-8% p.a. versprochen) interessant sein – aber eben nur, wenn die realen Kosten transparent sind und das Liquiditätsrisiko kalkulierbar bleibt. Bei ETFs kenne ich genau, was ich zahle. Bei Crowdinvesting-Projekten wirkt das oft intransparent.
Könnt ihr mir sagen: Wie würdet ihr solche Positionen im Depot strukturieren? Gibt es Erfahrungen, wie sich Crowdinvesting-Ausfallquoten in der Realität entwickelt haben? Und vor allem: Macht das überhaupt Sinn neben klassischen Immobilien-ETFs?
Danke für eure Einschätzungen!
Gute Frage, aber ich würde da eher skeptisch bleiben. Die versprochenen 5-8% sind oft Brutto-Renditen, bevor du Plattformgebühren, Ausfallquoten und deine eigenen Steuern rechnest. Netto bleibt da oft weniger übrig als bei einem ordentlichen Immobilien-ETF mit 0,3% TER.
Ich habe die Crowdinvesting-Hypes der letzten Jahre beobachtet – und ehrlich gesagt: Die Liquiditätsrisiken sind unterschätzt. Wenn ein Projekt scheitert, ist dein Kapital weg. Bei ETFs kann ich morgen verkaufen. Das Timing im AVD 2027 wird entscheidend sein, und ich will keine illiquiden Positionen halten, auf die ich bei Umschichtungen warten muss.
Mein Tipp: Besser eine solide Quote in Immobilien-ETFs (global diversifiziert) und den Rest in Anleihen/Aktien-ETFs. Das ist nachvollziehbar, kosteneffizient und liquide. Hast du schon mal die langfristigen Ausfallstatistiken von Crowdinvesting-Plattformen verglichen?