Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit Wochen mit der beitragsprorationalen Zulageberechnung für 2027 und habe dabei eine Frage, die mich nicht loslässt. Meine Frau ist noch berufstätig, und wir wollen ab Januar 2027 auch für sie ein gefördertes Altersvorsorgedepot aufmachen, um die Grundzulage optimal zu nutzen.
Nun bin ich in verschiedenen Ratgebern auf das Thema "kritische Rohstoffe" gestoßen – speziell Kupfer und Lithium als strategisch wichtige Metalle für die E-Mobilität und Energiewende. Das interessiert mich aus zwei Perspektiven: Erstens, ob solche Rohstoff-ETFs nach dem AltZertG überhaupt zulagefähig sind, und zweitens, ob eine gezielte Beimischung sinnvoll wäre, ohne die beitragsproportionale Förderung zu gefährden.
Ich habe gelesen, dass gerade Lithium-Abbau und Kupfer-Infrastruktur langfristig an Bedeutung gewinnen. Aber wie wirkt sich das auf die Zulagenanrechnung aus? Gibt es da konkrete Anforderungen des AltZertG, auf die ich achten muss?
Freue mich auf Erfahrungen und fachliche Hinweise!
Hi Heinz,
interessante Frage! Ich habe mich damit noch nicht so intensiv auseinandergesetzt wie mit den Steuervorteilen, aber soweit ich das verstanden habe, spielt das AltZertG vor allem bei der Zulagenfähigkeit eine Rolle – die ETFs müssen halt die formalen Anforderungen erfüllen, egal ob es um Kupfer, Lithium oder breit gestreute Rohstoff-Indizes geht.
Für mich als zukünftige Eigenheimbesitzerin ist das Thema eher: Wie viel Rohstoff-Volatilität kann ich mir leisten, wenn ich in ein paar Jahren auch noch für die Immobilie Kapital brauche? Lithium-Preise schwingen ja wild hin und her.
Vielleicht lohnt es sich für euch als längerfristige Sparer aber auch, einen kleinen Teil gezielt in Metall-ETFs zu legen – die langfristigen Trends der Energiewende sprechen ja dafür. Nur eben in einem Rahmen, der die beitragsproportionale Förderung nicht gefährdet.
Welche ETFs schaut ihr euch denn konkret an?
Kupfer und Lithium sind interessant, aber für meine Entnahmephase ab 2027/2028 eher zu volatil – ich setze da auf deutlich stabilere Positionen. Was ich aber sagen kann: Die Zulagenfähigkeit hängt von der formalen Zertifizierung ab, nicht vom Inhalt. Ein Kupfer-ETF, der korrekt zertifiziert ist, bekommt die gleiche Förderung wie ein breiter Aktien-ETF. Die TER ist aber oft höher bei Rohstoff-ETCs, und das frisst langfristig Rendite.