Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Frage, ob Rohstoff-Futures im neuen Altersvorsorgedepot 2027 überhaupt förderrechtlich sauber sind – und ob die vermeintliche Rendite nicht durch versteckte Kosten aufgezehrt wird.
Mein Gedanke: Wer mit physisch hinterlegten Rohstoff-Produkten arbeitet (also echtes Gold, Silber in zertifizierter Lagerung), hat eine klare Kostenstruktur – Lagergebühren, Versicherung, Spreads. Das ist transparent.
Bei Futures aber wird es merkwürdig. Die Brokergebühren sind niedrig, klar. Aber dann kommen Roll-Kosten hinzu (wenn Kontrakte auslaufen und erneuert werden), Finanzierungskosten und – das ist mein Punkt – die Förderung. Zählt eine Futures-Position im AVD als "anerkannte Anlage" oder gibt es da Sonderregeln? Und wenn ich einen Futures-Sparplan fahre und ständig Positionen rolle, wird die Förderung dann monatlich neu berechnet?
Ich will nicht spekulieren. Aber ich will auch keine versteckte Steuer- oder Förderabzugsfalle einbauen. Hat hier jemand konkrete Erfahrung oder hat sich da schon jemand durch die Regelwerke gegraben?
Guter Punkt, Thomas – das hätte ich mir auch schon öfter überlegt. Ich beschäftige mich viel mit Riester-Zulagen und den neuen Fördermodellen im AVD 2027, und ehrlich: Bei Futures bin ich mir auch unsicher, ob die als "anerkannte Vermögensanlage" im Sinne des Gesetzes gelten. Physische Produkte (zertifiziertes Gold, Silber) sind rechtlich sauberer – da weiß man, was man hat. Bei Futures müsste ich auf Seite der Zentralen Zulagenstelle nachfragen, ob da Beschränkungen gelten. Vielleicht solltest du direkt mit deinem AVD-Anbieter klären, ob Futures überhaupt im Portfolio zugelassen sind?
Zu komplex für meinen Geschmack, ehrlich. Ich fahre mit meinem Sparplan einfach klassische Rohstoff-ETFs – die rollen intern, ich brauch mich drum nicht zu kümmern, und die Kosten sind transparent im Prospekt. Futures klingen nach zusätzlichem administrativem Stress, den ich neben dem Job nicht brauche. Für die Altersvorsorge ab 2027 würde ich das eher meiden.