Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einigen Wochen intensiv mit dem Rohstoffsektor für mein Altersvorsorgedepot. Bin 39 und hab noch knapp 28 Jahre bis zur Rente, also genug Zeit für langfristige Investments.
Meine Überlegung: Statt nur auf Rohstoff-ETFs zu setzen, möchte ich auch direkt in aussichtsreiche Rohstoffunternehmen investieren. Problem ist nur - welche?
Bisher hab ich mir angeschaut:
- Bergbauriesen wie BHP, Rio Tinto
- Öl-Konzerne (Shell, Total)
- Agrar-Firmen für den Nahrungsmittelsektor
- Düngemittelhersteller
Jetzt im Sommer plane ich gerade meine Urlaubszeit und dachte, das wär der perfekte Zeitpunkt, um mal richtig Zeit in die Recherche zu investieren, bevor es im Herbst wieder hektischer wird.
Was meint ihr: Sollte ich eher bei den großen, etablierten Players bleiben oder lohnt es sich, auch kleinere, spezialisierte Unternehmen zu berücksichtigen? Und wie seht ihr das Verhältnis zwischen Einzelaktien und ETFs im Rohstoffbereich?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Gruß
CodeInvestor_87
Muss S.Hofmann widersprechen - bei Rohstoffen würd ich eher 80% ETF und nur 20% Einzelaktien machen. Das Risiko bei Mining-Unternehmen ist einfach brutal hoch, selbst bei den Großen.
Schau dir mal die Performance von Anglo American oder Glencore in den letzten 5 Jahren an - da hast teilweise 50%+ Schwankungen pro Jahr. Bei nem 28-Jahre-Horizont ok, aber trotzdem nervenaufreibend.
Wenn Einzelaktien, dann diversifiziert: ein Eisenerz-Player, ein Kupferproduzent, vielleicht noch Agrar. Aber nicht alles in eine Rohstoffart stecken.
Hi CodeInvestor,
als Selbständiger denk ich auch viel über solche Fragen nach, gerade weil ich beim normalen Altersvorsorgedepot außen vor bin.
Meine Erfahrung: Bei 28 Jahren Anlagehorizont würde ich definitiv einen Mix fahren. Die großen Bergbaukonzerne wie BHP oder Vale sind solide Basisinvestments - die werden auch in 20 Jahren noch existieren. Dazu vielleicht 20-30% in speziellere Bereiche wie Kupfer (Freeport) oder Agrar (ADM, Cargill).
Wichtiger Punkt: Nicht alles auf einmal kaufen, sondern über mehrere Jahre verteilen. Rohstoffpreise schwanken extrem, da hilft Cost-Average-Effekt enorm.
Ein guter Rohstoff-ETF als Basis (70%) und dann einzelne Aktien als Satellites (30%) wäre mein Ansatz. So reduzierst du das Risiko von Einzelpleiten, kannst aber trotzdem von Outperformern profitieren.