Hallo zusammen,
ich plane gerade meine Finanzen für das neue Altersvorsorgedepot 2027 und bin unsicher bei der Geldanlage für meinen Notgroschen. Momentan hab ich alles aufm klassischen Sparbuch bei der örtlichen Sparkasse (0,05% Zinsen, aber immerhin). Ein Kollege meint, ich soll zu einer Direktbank wechseln - da gibt's 3,5% aufs Tagesgeld.
Aber ist das auch sicher? Bei der Sparkasse kenne ich die Leute persönlich, war schon als Kind dort. Die Direktbanken sind mir irgendwie suspekt - alles nur online, keinen Ansprechpartner vor Ort. Was passiert wenn die pleite gehen oder gehackt werden?
Andererseits ärgert es mich schon, dass mein Erspartes durch die Inflation weniger wert wird. Mit den 0,05% Zinsen verlier ich ja real Geld. Aber Sicherheit geht vor Rendite, oder?
Wie seht ihr das? Soll ich bei meiner bewährten Sparkasse bleiben oder das Risiko eingehen? Gerade jetzt wo ich fürs Altersvorsorgedepot spare und parallel noch Geld für den Sommerurlaub zurücklege, möchte ich nichts falsch machen.
Danke für eure Einschätzungen!
Hallo Stefan, kann deine Bedenken gut verstehen. Ich hab früher auch alles bei der örtlichen Bank gehabt, bis ich gemerkt hab wie viel Geld ich verschenke. Die Einlagensicherung funktioniert bei Direktbanken genauso wie bei Sparkassen - bis 100.000€ bist du in beiden Fällen über den Einlagensicherungsfonds abgesichert. Das ist gesetzlich geregelt.
Bei Direktbanken musst du halt aufpassen, dass es eine deutsche Bank mit deutscher Einlagensicherung ist. ING, DKB, Consorsbank - das sind alles seriöse Institute. Gehackt werden kann theoretisch jede Bank, aber die haben meist bessere IT-Sicherheit als die kleinen Sparkassen.
3,5% vs 0,05% - das sind bei 10.000€ immerhin 345€ Unterschied pro Jahr. Damit kann man schön den Sommerurlaub finanzieren.
Stefan, aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen: Die deutschen Direktbanken sind absolut sicher. Ich nutze seit über 15 Jahren verschiedene Online-Institute und hatte nie ein Problem.
Der entscheidende Punkt ist die BaFin-Regulierung. Alle deutschen Banken - egal ob Sparkasse oder Direktbank - unterliegen denselben strengen Auflagen. Bei der Einlagensicherung macht es keinen Unterschied ob du dein Geld online oder am Schalter einzahlst.
Mein Tipp: Fang klein an. Leg erstmal 5.000€ auf ein Tagesgeldkonto und schau wie es läuft. Wenn du dich wohlfühlst, kannst du schrittweise mehr umschichten. So behältst du die Kontrolle und gewöhnst dich langsam daran.
Ich war anfangs auch skeptisch bei den Online-Banken, aber mittlerweile bin ich überzeugt. Hab seit zwei Jahren ein Tagesgeldkonto bei der ING und nie Probleme gehabt. Die Zinsen schwanken zwar, aber sind immer noch deutlich besser als beim Sparbuch.
Was mich überzeugt hat: In dem Thread über Aufholstrategien wurde klar, dass jeder Euro zählt wenn man spät anfängt zu sparen. Da kann man sich die Sparkassen-Zinsen einfach nicht leisten.
Aber teile trotzdem auf: Ein Teil beim gewohnten Sparbuch für das gute Gefühl, der Rest online für bessere Zinsen.