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Tagesgeld aufstocken oder lieber direkt ins Depot packen ab 2027?

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TechMax_89
Beiträge: 1
Themenstarter
(@techmax_89)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#79]

Hey Leute,

ich bin gerade am überlegen wie ich meine Finanzen bis zum Start des neuen Altersvorsorgedepots strukturieren soll und komme nicht wirklich zu einem klaren Schluss.

Die Situation: Ich spare monatlich ca. 300€ für die Altersvorsorge und hätte ab Januar 2027 natürlich vor, das über das neue Depot zu machen. Aber ich frage mich ob ich nicht parallel dazu meinen Notgroschen auf dem Tagesgeld noch weiter aufbauen sollte, bevor ich anfange den Maximalbetrag ins Depot zu schieben.

Mein aktueller Notgroschen liegt bei etwa 2 Monatsgehältern. Viele sagen ja man sollte 3-6 haben, aber ab wann ist "genug" wirklich genug? Meine Überlegung: Wenn ich einen finanziellen Engpass habe und kein ausreichendes Tagesgeld-Polster vorhanden ist, muss ich ja womöglich aus dem Altersvorsorgedepot raus – und dann verliere ich ja Förderung und Steuervorteil dauerhaft, richtig?

Ist also ein gut gefülltes Tagesgeld quasi eine Art Schutzfunktion für das Depot selbst? Oder übertreibe ich das gerade?

Bin Mitte 30, angestellt, kein Eigenheim. Aktuell auch noch am Planen was mit dem Urlaub diesen Sommer wird – vielleicht mal Auszeit nehmen und alles in Ruhe durchrechnen 😄

Freue mich über Einschätzungen!


7 Antworten
Petra-Meier
Beiträge: 6
(@petra-meier)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ich hab mir das im Anfängerfehler-Thread auch schon notiert: Einer der klassischen Fehler ist genau das – man fängt mit dem Depot an ohne ausreichend Liquiditätspuffer zu haben und steht dann irgendwann blöd da.

Bei mir ist es ähnlich, ich bin auch dabei meine Finanzen neu zu sortieren. Was ich gemacht habe: Ich hab für mich eine feste Reihenfolge definiert. Erst Notgroschen vervollständigen, dann monatlich automatisch ins Depot. Klingt simpel, aber hilft ungemein wenn man im Alltag nicht ständig neu abwägen will.

Für den Sommer würde ich sagen: Nicht zu viel Urlaub draufpacken bevor der Puffer sitzt 😄 Aber das klingt bei dir ja schon vernünftig geplant.


Antwort
RentenPro47
Beiträge: 26
(@rentenpro47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Das Prinzip haben die Vorredner gut erklärt. Ich möchte aber noch aus etwas längerer Perspektive ergänzen: Ein Notgroschen hat sich in meiner Erfahrung immer als sinnvoll erwiesen – nicht weil man ihn ständig braucht, sondern gerade weil man ihn dann NICHT braucht und das Depot dadurch unberührt bleibt.

Das neue Altersvorsorgedepot ist auf Jahrzehnte ausgelegt. Jede Unterbrechung, jede Entnahme, jede verpasste Förderung summiert sich am Ende auf Beträge die man lieber nicht ausrechnen möchte. Ein solider Tagesgeldpuffer ist in dem Sinne keine Konkurrenz zum Depot sondern dessen Grundvoraussetzung.

Meine Empfehlung: Drei Monate Netto als Untergrenze, vier als komfortabler Zielwert. Dann ab 2027 mit ruhigem Gewissen ins Depot.


Antwort
JuliaK82
Beiträge: 4
(@juliak82)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ich würde da noch einen Aspekt einwerfen den ich persönlich wichtig finde: Die psychologische Komponente.

Wenn man weiß dass man 3-4 Monatsgehälter auf dem Tagesgeld hat, investiert man im Depot viel ruhiger. Man schaut nicht bei jedem Kursrückgang nervös auf den Stand und überlegt ob man aussteigen soll. Das klingt vielleicht banal aber ich glaube das unterschätzen viele.

Gerade für das neue Altersvorsorgedepot – wo ja wirklich langfristig gedacht werden soll – ist diese Ruhe glaube ich enorm wichtig. Wer ständig mit einem Bein draußen steht weil die Liquidität knapp ist, der hält auch langfristige Strategien schlechter durch.

Ansonsten bin ich aber bei DepotProfi34: Reihenfolge matters.


Antwort
Depot-Pro28
Beiträge: 37
(@depot-pro28)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ehrlich gesagt frag ich mich ob diese 3-6 Monate Faustregel nicht etwas überstrapaziert wird. Kommt halt extrem auf die individuelle Situation an. Ich kenn Leute die mit 1,5 Monaten gut schlafen weil ihr Job bombensicher ist, und andere die auch mit 6 Monaten noch nervös sind.

Das mit der Förderung die dauerhaft verloren geht stimmt aber – das sollte man wirklich im Hinterkopf behalten. Aus dem Riester-Wechsel-Thread weiß ich noch: einmal verpasste Förderperioden lassen sich nicht einfach nachholen, das ist beim neuen Depot nicht anders.


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