Benachrichtigungen
Alles löschen

Tagesgeld als Zwischenlösung bis 2027 – oder direkt ETF-Depot aufbauen?

4 Beiträge
4 Benutzer
0 Reactions
23 Ansichten
L.Weber
Beiträge: 37
Themenstarter
(@l-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#165]

Hallo zusammen,

ich bin 28 und stehe vor einer Entscheidung, bei der ich wirklich nicht weiterkomme. Das neue Altersvorsorgedepot startet ja erst ab 01.01.2027, also hab ich noch gut ein halbes Jahr. Im Moment liegt ein Teil meiner Ersparnisse noch auf einem Tagesgeldkonto – nicht viel, aber immerhin. Und jetzt frage ich mich: Soll ich das Geld da einfach liegen lassen bis 2027 und dann komplett ins Altersvorsorgedepot umschichten? Oder fange ich schon jetzt parallel an, irgendwo in ETFs zu investieren – außerhalb des neuen Depots?

Das Problem ist: Ich kenne mich mit ETFs ehrlich gesagt kaum aus. Ich weiß, dass es den MSCI World gibt und dass Kosten wichtig sind, aber mehr nicht. Ich bin total verunsichert, ob ich jetzt schon irgendwas aufbauen soll oder ob ich das verschwendete Zeit ist, weil ab 2027 ja eh alles neu wird mit der Förderung und so.

Und dann noch eine Folgefrage: Macht es überhaupt Sinn, das Tagesgeld als eine Art "Warteparkplatz" zu nutzen und dann ab Januar 2027 alles in das neue geförderte Depot zu stecken? Oder verliere ich da wertvolle Zeit für den Zinseszins-Effekt?

Wäre super dankbar für ehrliche Meinungen – auch wenn die Antwort ist, dass ich einfach mal Grundlagen lernen sollte. 🙂


3 Antworten
Heinrich67
Beiträge: 60
(@heinrich67)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Tagesgeld bis 2027 lassen und die Zeit zum Lernen nutzen – das klingt vernünftig für deinen Einstieg. Die Förderung ab 2027 mitnehmen ist wichtiger als ein halbes Jahr früher ohne Förderung loszulegen.


Antwort
Jana H.
Beiträge: 18
(@j-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hi L.Weber,

kenne das Gefühl der Überforderung gut, ich stecke ja auch gerade tief in der Planung rund ums Eigenheim und das neue Depot – da kommen echt viele Fragen auf einmal. Ich hab mich das gleiche gefragt: Warten auf 2027 oder jetzt schon loslegen?

Meine persönliche Einschätzung: Das Tagesgeld als Puffer bis 2027 ist keine schlechte Idee, aber wenn du eh vorhast, ab 2027 ins Altersvorsorgedepot einzuzahlen, dann kann es sinnvoll sein, dich jetzt schon mit ETFs vertraut zu machen – vielleicht mit einem kleinen separaten Depot, nur um ein Gefühl dafür zu kriegen. Die Lernkurve ist am Anfang steil, aber danach wird's deutlich einfacher.

Das Altersvorsorgedepot 2027 hat ja Förderungen, die es attraktiv machen, aber es gibt auch Beschränkungen was Entnahmen angeht. Das ist gerade für mich spannend, weil ich gleichzeitig Eigenheim und Altersvorsorge planen will – hab dazu mal was rausgesucht: ETF im Altersvorsorgedepot und Wohnriester-Entnahme – geht das zusammen?

Grundsätzlich würde ich sagen: Tagesgeld lassen, aber die Zeit nutzen um ETF-Grundlagen zu lernen. Ab 2027 dann gezielt in das geförderte Depot einzahlen.


Antwort
Max K.
Beiträge: 34
(@techmax_89)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Also ich seh das etwas nüchterner: Die paar Monate bis 2027 machen beim Zinseszins kaum einen Unterschied, das ist mathematisch gesehen vernachlässigbar. Was du hingegen nicht unterschätzen solltest ist der Aufwand, das Geld später wieder umzuschichten – je nachdem wo du's jetzt parkst.

Tagesgeld als Übergangslösung ist vollkommen valide. Die Zinsen sind aktuell nicht mehr so hoch wie noch vor einem Jahr, aber du verlierst zumindest nicht nominal Geld. Und du hast volle Flexibilität wenn du ab Januar 2027 anfängst einzuzahlen.

Was ich dir aber empfehlen würde: Kläre zuerst für dich, wie hoch dein geförderter Beitrag ab 2027 sein wird und was du überhaupt einzahlen kannst. Die Förderstruktur im neuen Altersvorsorgedepot ist das entscheidende – danach richtet sich, ob du zusätzlich noch ein normales ETF-Depot brauchst oder ob das geförderte Depot allein reicht. ETFs lernen ist trotzdem sinnvoll, keine Frage, aber das kannst du auch parallel zum Tagesgeld-Parken tun ohne irgendwo einzahlen zu müssen.


Antwort
Teilen: