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Garantieprodukte bei 0,1% Zinsniveau - noch Chance auf positive Realrendite?

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Monika67
Beiträge: 9
Themenstarter
(@monika67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#68]

Hallo zusammen,

als Steuerfachwirtin beschäftige ich mich täglich mit verschiedenen Altersvorsorgeprodukten und deren steuerlicher Behandlung. Aktuell sitze ich bei dieser Hitze im klimatisierten Büro und grübele über ein Problem, das mir viele Mandanten stellen.

Bei den derzeitigen Niedrigzinsen von praktisch null Prozent frage ich mich ernsthaft, ob klassische Garantieprodukte überhaupt noch eine Berechtigung haben. Die meisten Versicherer können ja nur noch Garantiezinsen von 0,25% oder weniger anbieten. Bei einer Inflation von über 2% bedeutet das doch automatisch Vermögensverlust in realen Werten.

Meine Mandanten fragen mich immer wieder nach "sicheren" Produkten, gerade ältere Semester haben oft Angst vor Kursverlusten. Aber kann ich ihnen noch guten Gewissens zu einer klassischen Rentenversicherung mit Garantie raten, wenn die mathematisch gesehen ihr Geld entwertet?

Vor dem Start des Altersvorsorgedepots 2027 stehen ja viele vor der Entscheidung, ob sie noch schnell ein klassisches Produkt abschließen oder warten sollen. Was ist eure Einschätzung - sind Garantieprodukte 2026 noch rentabel oder reine Geldvernichtung?

Viele Grüße,
Monika


1 Antwort
ClaudiaH
Beiträge: 19
(@claudiah)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hi Monika,

das ist wirklich ein Dilemma! Ich stehe nach 12 Jahren Familienpause vor ähnlichen Überlegungen. Meine Riester-Rente dümpelt auch seit Jahren vor sich hin und wirft praktisch nichts ab.

Ehrlich gesagt sehe ich bei den aktuellen Garantiezinsen auch keinen Sinn mehr in klassischen Produkten. 0,25% minus Kosten - da bleibt am Ende wirklich nichts übrig. Bei meiner Bank haben sie mir letzte Woche noch so ein "sicheres" Produkt andrehen wollen, aber wenn ich das durchrechne, verliere ich real Geld.

Ich warte tatsächlich auf das Altersvorsorgedepot 2027. Die Frühstart-Rente im Standarddepot klingt für mich als Wiedereinsteigerin deutlich interessanter. Klar ist da mehr Risiko dabei, aber bei 30+ Jahren bis zur Rente kann das doch nur besser sein als garantierte Verluste, oder?

Für deine älteren Mandanten ist das natürlich schwieriger. Vielleicht eine Mischung aus beidem? Ein kleiner sicherer Teil und der Rest in rentablere Anlagen?

Was denkst du denn über die neuen Möglichkeiten ab 2027?

LG Claudia


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